EU-Behörden: Wettbewerbsverletzung durch Intel?

PolitikRechtUnternehmen

Angeblich soll der Chiphersteller Europas größten Einzelhändler für Unterhaltungselektronik unter Druck gesetzt haben, damit der keine Computer mit Konkurrenz-Chips verkauft.

Ein ungeheuerlicher Vorwurf, den die EU-Behörden gestern noch durch Sprecher Jonathan Todd verbreiten ließen: Intel habe ganz plump und direkt Europas Einzelhändler Nummer 1, die Metro AG bzw. dessen Elektronik-Ableger Media Markt unter Druck gesetzt, ja keine PC-Systeme mit AMD-Prozessoren ins Sortiment aufzunehmen.

Dies habe der Handelskonzern mit seinen europaweit 360 CE-Großmärkten laut US-Presse direkt der Wettbewerbskommission in Brüssel gesteckt, weshalb diese jetzt die neuen Vorwürfe in ihre laufende Untersuchung einarbeiten werde. Darin gehe es ohnehin schon darum, ob Intel seine Marktmacht für eine Monopol-Stellung missbraucht habe. AMD hatte sich schon im Sommer direkt beim deutschen Kartellamt über Intels Vorgehensweise beschwert – bislang ohne Folgen. (rm)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen