Keine Gratis Sicherheitssoftware mehr ab Windows Vista

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Wegen des neuen Sicherheitsmodells von Windows Vista können Freeware-Entwickler künftig keine Programme mehr entwickeln, die ins Sicherheitssystem eingreifen. Es sei denn man hat das nötige Hacker-Wissen …

Windows Vista soll sicherer werden, als XP und seine Vorgänger. Ein Schritt in diese Richtung ist das Abschotten des Kernel-Bereichs für nicht priveligierte Systemprogramme. Auf diese Weise soll das Überschreiben des Systems und die Ausbreitung von Spy- und sonstiger Malware verhindert werden.

Da der Status des priveligierten Programms mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit einer Gebühr des entsprechenden Microsoft Testcenters verbunden ist, wird es künftig für Entwickler kostenloser Security-Lösungen schwierig, ihre Programme auf das neue System zu portieren. Einziger Ausweg ist, Vista selbst bei der Installation zu hacken, meint Laura Yecies, Vizepräsidentin bei Check Point und General Manager bei Zone Labs, dem Entwickler der Firewall Zonealarm, die mit 35 Millionen Benutzern der Freeware-Variante weltweit einen signifikanten Beitrag zur Sicherheit im Internet leisten. Man habe genügend findige und kompetente Köpfe, die auch diesen neue Schutzansatz aus Redmont umgehen können, um auch Vista-Anwender weiterhin schützen zu können.

Microsoft ist über solche Äußerungen natürlich alles andere als froh. Bereits kleinste Änderungen am Kernel durch Unbefugte können sich stark auf Sicherheit auf Stabilität auswirken, meint Jim Lamb, Program Manager bei Microsoft.

Bleibt nur die Frage: Wenn es die Good Guys von Zone Labs schaffen, den Vista-Kernel zu patchen, was können dann die Bad Guys alles anstellen? [ib]

Autor: ingo
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