England: Studieren via Podcast

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INQ_iPodStudium.jpgBritische Studienanfänger erhalten jetzt zur Begrüßung einen Apple iPod. Nicht etwa als Incentive einer Bank, damit sie dort einen Studienkredit beantragen, sondern am College von Dover als Arbeitswerkzeug.

Morgens um 8:30 Uhr schrillt der Weckalarm des iPod, auf dem Display taucht die Nachricht auf, dass um 9 die Vorlesung “Reformierte Geschichte: Karl der Große – Bonusmeilenkönig & Zoowächter” auf dem Lehrplan steht. Nicht etwa als Präsenzveranstaltung im Auditorium, sondern direkt als Podcast am Gerät. SF-Phantasie? Nicht wirklich, denn das South Kent College in Dover hat gerade fast 35.000 Euro ausgegeben. Damit werden im Oktober zunächst 250 vorbildliche Studenten mit Apple Nanos ausgerüstet. Für sie wurden Unterrichtseinheiten als Podcast vorbereitet.
Natürlich dürfen die Geräte auch als MP3-Player genutzt werden, bestätigt Rektor Josh Coleman der BBC, aber natürlich nicht während des echten Unterrichts. Coleman folgt damit ähnlichen Beispielen in USA und Australien. Sein mittelfristiges Ziel: Dank des sich verbreiternden iPod-Lehrplans einen Neubau mit noch mehr Hörsälen überflüssig machen.
Die Lobbygruppe “Campaign for Real Education” kritisiert an diesem Vorgehen, dass sich die Lernenden nicht frei für Hör-Kurse entscheiden können, sondern den per iPod angelieferten Stoff lernen müssen, um das Gerät nicht wieder zu verlieren. Die Studenten wiederum finden die Idee cool, so lange die Podcasts auch gut gemacht seien. Hier gebe es noch Raum für Verbesserungen. (Marcus Austin/rm)

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