Die überraschende Aufspaltung der Telecom Italia

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Am Wochenende wurde ruchbar, dass der führende italienische Mobilfunkbetreiber verkauft werden soll.

Der Konzern Telecom Italia SpA könnte diese Woche ankündigen, seine Tochterfirma Telecom Italia Mobile verkaufen zu wollen. Aufsichtsratschef Marco Trochetti Provera werde bei der heutigen Vorstandssitzung diese Pläne darlegen, berichteten Sonntagszeitungen und das Wall Street Journal.

Höchstwahrscheinlich werden Investmentfonds zum Käuferkreis gehören. Der Preis dürfte sich allerdings in Regionen von 46 Milliarden Euro bewegen. Von dem Erlös plane die Telecom Italia angeblich, einiges von den 40 Milliarden Schulden zu begleichen, mehr Medieninhalte zu produzieren und den Vertrieb von Breitbandanschlüssen extrem ausbauen zu wollen. Auch bieten die Italiener für das Zugangsgeschäft von AOL Deutschland mit.

Der TIM-Verkauf wäre eine extreme Kehrtwendung, hatte man doch ähnlich der Deutschen Telekom die Mobilfunktochter erst vor zwei Jahren wieder in den Konzern eingegliedert. Doch aus der Verschmelzung von Handy- und Festnetz-Geschäft ist bis heute nichts geworden.

Von der Aufspaltung wäre übrigens auch TI-Tochter Hansenet betroffen. Das Hamburger Unternehmen vermarktet unter dem Namen “Alice” Telefon- und DSL-Anschlüsse und unterhält ein eigenes Netz. (rm)

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