Bertelsmann macht Kasse

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Seine BMG Music Publishing hat Bertelsmann nun los. Ursprünglich hoffte man auf bis zu 2,5 Milliarden Euro Erlös, doch trotz Versteigerung machte Käufer Vivendi am Ende lediglich 1,63 Milliarden Euro locker.

Der französische Medienkonzern will den deutschen Musikverlag seiner Universal Music Publishing einverleiben. Das Ziel lautet nun, durch den Merger größter Musikverleger der Welt zu werden und vor allem zu bleiben. Doch der bisherige Marktführer EMI wird sicher nicht tatenlos zuschauen und aktiv dagegenhalten.

Der Bertelsmann Musikverlag gilt als ausgesprochen rentabel. Er hält die Rechte an mehr als einer Million Liedern von Künstlern wie Nelly, Maroon 5 und Mariah Carey. Bertelsmann will mit den Einnahmen einen Teil des Aktienrückkaufs vom belgischen Investor Groupe Bruxelles Lambert (GBL) finanzieren, wofür aber mindestens 4,5 Milliarden Euro nötig sind. Gelingt der Rückkauf nicht, würden 25 Prozent des Konzerns an der Börse landen – und dann hätte die ganze Welt Einblick in die Geschäfte der Familie Mohn. (rm)