RIAA: Die dunkle Seite des Musikbusiness

Allgemein

“Du sollst keine Experten neben mir haben”, lautet das neue Mantra der RIAA. Obwohl, Mantra klingt zu harmlos, denn der US-Musikverband geht mit gefletschten Zähnen auf unabhängige Experten los – und auf ihre Auftraggeber.

Wie wäre es eigentlich mit einer Maulkorb-Verordnung für Verbände? Dann könnten die niemanden mehr beißen und auch ihr Maul nicht mehr aufreißen! Krasser Vorschlag? Nicht, wenn man sich ansieht, was so mancher Verband treibt. Vor allem die RIAA ist ja bekannt dafür, unsensibel und mit unverhältnismäßigen Mitteln vorzugehen. Nun versuchen sie eine Frau fertig zu machen, weil sie die Unverschämtheit besaß, einfach einen unabhängigen Experten einschalten zu wollen. Jener sollte die Festplatte des Rechners der Dame untersuchen, welche sich keiner Schuld bewusst war, illegale Dateien gesaugt zu haben.
Doch im Verfahren “Sony BMG gegen Kim Arellanes” fordert die RIAA die Festplatte der Angeklagten ein, um selber an den Daten herumzufingern. Jene befürchtet (zu Recht), mit dem Verband alles andere als einen neutralen Sachverständigen vor sich zu haben und pocht gegenüber dem Gericht auf die Bestellung eines neutralen Experten.
Das Gericht denkt nun darüber nach (“…eine schöne neue Yacht versus ein bischen Gerechtigkeit. Schwierig, schwierig. Wäre auch Kirschholz in der Eigner-Kajüte möglich?!?”). (Nick Farrell/rm)

Linq