Mobilfunker rechnen sich arm

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Laut einem Zeitungsbericht versuchen einige Mobilfunkanbieter ihre UMTS-Lizenzen im Regulierungsverfahren als Kosten anzusetzen, um zu verhindern, dass die Bundesnetzagentur die Minutenpreise für ankommende Gespräche in ihre Netze absenkt.

In der vergangenen Woche hatte die Bundesnetzagentur angekündigt, erstmals auch die Entgelte festzusetzen, die die Mobilfunkanbieter für Gespräche in ihre Netze verlangen. Denn diese liegen derzeit deutlich über denen, die die Telekom für Anrufe ins Festnetz berechnet, was Verbraucherschützer, Festnetzanbieter und auch die Wettbewerbshüter der EU schon lange kritisieren.

Allerdings versuchen sich die Mobilfunker nun arm zu rechnen. Wie die Berliner Zeitung berichtet, wollen zumindest T-Mobile und O2 die Milliardenkosten für die UMTS-Lizenzen in die Tarifprüfung einbeziehen. Die Folge könnten steigende statt sinkende Mobilfunkpreise sein. Bei der Bundesnetzagentur hält man sich dem Zeitungsbericht zufolge derzeit noch bedeckt und teilte lediglich mit, man werde alle angegebenen Ausgabenposten genau prüfen. (dd)

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