Sommerloch-Gerüchteküche spuckt Sun-Apple-Merger aus

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Was passiert, wenn Blogschreiber, Trendscouts, Marktbeobachter und Reporter im Sommer zu wenig Themen aufspüren können? Sie erfinden einfach welche. Oder sagen wir es gnädiger: Sie bauschen Gerüchte, Vermutungen und originelle Ideen zu richtigen Stories auf. Wie die Übernahme von Sun durch Apple.

Zugegeben, der Gedanke hat etwas, denn für diesen IT-Zusammenschluss wären alle nötigen Zutaten, die eine würzige Mischung ergeben, vorhanden. Mal sehen:
Apple und Sun Microsystems sind bekannte und interessante Firmen. Häkchen.
Sie haben schillernde Führungsfiguren. Check.
Sie würden sich ideal ergänzen, da Apple sich um Konsumenten bemüht, Sun sich auf Business-Server konzentriert. Leuchtet ein.
Sie haben Gemeinsamkeiten wie Kalifornien oder Unix. Check.
Sie sind beide schon lange auf Anti-Gates-Kurs. Jawoll.
Apple könnte sich die Übernahme leisten. Bestätigt.
Aus den beiden Worten ließe sich ein gemeinsamer Firmennamen bilden (SunApple, Snapple, Supple, ApSun oder so). Check.
Und mit Google-CEO Eric Schmidt, der gerade in Apples Aufsichtsrat einzieht, hätte man auch den passenden Geburtshelfer zur Hand. Perfekt.
Aber alles in allem – so viel Sinn die Apfelsonne auch machen würde – ist es doch nur eine schwüle Sommernachtsphantasie. Währenddessen gehen die Übernahmen zwischen echten Tech-Firmen (Beispiel: Tandberg kauft Exabyte) praktisch unter. (Martin Veitch/rm)

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