Tiefschlag für Redmond – Indische Schulen stellen 12.500 Windows-PCs auf Linux um

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Der indische Bundesstaat Kerala schlägt Microsoft die Tür vor der Nase zu. Von mehreren tausend PCs in öffentlichen Schulen soll das Redmonder Windows-Betriebsystem geschmissen und durch eine Linux-Distribution ersetzt werden.

Microsoft musste am Donnerstag schlechte Nachrichten aus Indien vernehmen. Der Bundesstaat Kerala in Südindien hat sich nach dem beratenden Besuch des Open-Source-Gurus Richard Stallmann vor zwei Wochen, seines Zeichens Gründer des GNU-Software-Projektes, entschieden, Windows in öffentlichen Schulen den Rücken zu kehren. In Konsequenz daraus werden an diesem Freitag rund 12.500 betroffene Rechner von Windows auf ein Linux-Betriebssystem umgestellt. Das berichtet Newsfactor am späten Donnerstagabend.

Die Lehrer werden bereits auf Linux umgeschult, berichtet der Erziehungsminister M.A. Baby. Der Ministerpräsident des Staates, Achuthanandan, möchte Kerala als eine Bastion für freie, offene Software aufbauen.

Obwohl vor allem Baby dementiert, dass Microsoft durch die Aktion getroffen werden sollte, weisen Oppositionsmitglieder darauf hin, dass die kommunistische Regierungspartei grundsätzlich eine Gegenposition zu einem der Prototypen des Kapitalismus, Microsoft, einnimmt. Bereits vor einigen Wochen wurden mit Coca Cola und Pepsi zwei weitere kapitalistische Aushängeschilder vor die Tür gesetzt. Softdrinks aus diesen Unternehmen werden seitdem nicht mehr in Kerala verkauft. (ah)

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