Mozilla will Firefox mainstream-tauglich machen

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Die neue Version des Open-Source-Browsers Firefox soll mehr sein als nur ein besserer Internet-Explorer für coole Studenten, notorische Microsoft-Hasser oder Technik-Geeks. Mozilla möchte den seiner Ansicht nach besseren Weg das Internet zu nutzen, salonfähig machen. Im Fokus stehen weniger Produktänderungen, sondern eher die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Gegenüber der Businessweek erklärte Asa Dotzler, der Community-Koordinator von Mozilla am späten Mittwochabend, es sei dem Unternehmen absolut bewusst, dass man sich ständig verbessern muss und um einiges innovativer als die Konkurrenz aus Redmond sein muss. Ziel soll es zudem sein, beispielsweise die ?Internet-Rentner?, die einen nicht zu verachtenden Teil der Online-Community ausmachen, über deren Enkel zu gewinnen. Diese sollen den Firefox für ihre älteren Familienmitglieder installieren. Man müsse davon wegkommen, dass die eindeutige Mehrzahl der Nutzer das kleine blaue “e” sofort mit dem Internet assoziiert. Dabei sollen Marketingaktionen freiwilliger Helfer einen großen Anteil haben. Mit Guerrilla -Taktiken, wie dem Verteilen von CDs in Salamander-Kostümen auf der Straße, kämpfen diese um jeden kleinsten Marktanteil.

Diese Konkurrenz wird mit Veröffentlichung des neuen Internet Explorers (wir berichteten) nicht gerade weniger, integriert dieser doch viele Features, die Firefox bisher vom Marktführer abgrenzte. Experten gehen von einigen Innovationen in der heiß erwarteten zweiten Version des Feuerfuchses aus, wie beispielsweise eine direkte Schnittstelle zum VoIP-Dienst Skype. Trotz aller Marketing-Bemühungen und Innovationen gehen Analysten nicht davon aus, dass Firefox in absehbarer Zeit mehr als 15 Prozent des Browsermarktes für sich gewinnen kann – sie werden es zumindest versuchen. (ah)

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