Computerspiel ersetzt Katastrophen-Training in amerikanischen Städten

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Der amerikanische Hersteller von Computerspielen BreakAway Games hat eine kostenfreie Version seines Produktes IncidentCommander für kommunale Notdienste zur Verfügung gestellt. Das Spiel stellt verschiedene Notfallszenarien wie Terrorattacken oder Naturkatastrophen dar, in denen man als Alleinverantwortlicher agieren muss.

Mit dem Spiel IncidentCommander des Herstellers BreakAway Games kann jedermann den Krisenmanager bei naturkatastrophen oder etwaigen Angriffen auf Zivilisten mimen. Dadurch wird vor allem eine Schulung der Menschen und ein größeres Bewußtsein für die Probleme während verschiedenen Arten von Katastrophen angestrebt.

In dem Bericht der Washington Post wird das Beispiel des Rettungsassistenten Joe Barlow gegeben, der das Spiel vor etwa einem Jahr testete und im Anschluss während des Hurrikan Katrina die Verantwortung über ein 800-Betten-Krankenhaus übernehmen musste. Barlow behauptet, dass der im IncidentCommander getroffenen Entscheidungen sich oftmals mit denen der Realität überschnitten hätten und ihm das Spiel weitergeholfen habe, Fehler zu vermeiden.

Darauf aufbauend möchte BreakAway nun das im Handel derzeit noch nicht erstehbare Spiel oftmals klammen Kommunen gratis zur Verfügung stellen, um so zur zukünftigen Vermeidung von gravierendem Missmanagement, wie während der Katrina-Katastrophe, in beizutragen.

Das Spiel wurde vom US-Justizministerium mit rund 375.000 Euro unterstützt. BreakAway steckte weitere 1,5 Millionen Dollar in die Entwicklung des Krisenmanagers. Ein Sprecher des Herstellers kündigte eine öffentlich erwerbbare Version für die nahe Zukunft an. (ah)

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