New York Times sperrt Briten aus Website aus

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“Sage mir, woher Du kommst ?und ich sage Dir, was Du lesen darfst”. So zumindest hält es derzeit die Online-Ausgabe der New York Times.

Wenn britische Staatsbürger sich in der US-Zeitung über den Lauf der Welt informieren wollen und dabei auf einen Artikel über die geplanten Terroraktionen gegen Flugzeuge stoßen, die unlängst vereitelt wurden, landen sie im Leeren, berichtet der Inquirer. Oder genauer gesagt, sie werden darüber informiert, dass sie diesen Beitrag nicht lesen dürfen, weil britische Gesetze die Veröffentlichung von Informationen verbieten, die Einfluss auf die Urteilsfindung in einem Prozess haben.

Um die unerwünschten Cousins von der anderen Seite des Ozeans herauszufiltern, verwendet die New York Times den selben Sniffer, mit dem sie normalerweise Werbung in der Landessprache des Site-Besuchers auswählt. Die als Geotargeting bekannte Technologie überprüft die numerische Internet-Adresse des anfragenden Computers und sieht nach, welcher Firma oder welchem Service-Provider sie zugewiesen wurde.

Muss man erwähnen, dass man Geotargeting auch ziemlich locker umgehen kann? Schließlich stehen am britischen Zoll ja auch keine Beamten, die allen, die aus den USA einreisen, den betreffenden Artikel aus der Print-Ausgabe der New York Times ausschneiden. (dj/mk)

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