Schnell geschaltet: Microsoft arbeitet an Update gegen DRM-Entferner

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Microsoft entwickelt eine Software gegen das Tool “FairUse4WM”, das die Digital-Rights-Management-Funktionen aus Windows-Media-Dateien entfernt.

Microsoft hat sehr schnell reagiert, als herauskam, dass ein Tool den DRM-Schutz der WMF-Dateien entfernen konnte – schon kurz nach dem ersten Bekanntwerden des DRM-Cracks in Kreisen freier Programmierer setzte Microsoft seine Entwickler darauf an, die “Blackbox”-Funktion, die die Dateien verschlüselt, besser zu schützen. Diese muss schließlich auch das DRM-Entfernungs-Tool nutzen, um die Media-Dateien zu knacken.

Was Microsoft am meisten an “FairUse4WM” stört, ist, dass es nicht alleine den “fair use” (den fairen Gebrauch) der Mediadateien gestattet, sondern auch die Nutzung der Dateien (Musik und Filme) erlaubt, wenn die bezahlte Lizenzfrist des Users schon längst abgelaufen ist.

Aussagen des Programmierers im Forum der Website Doom9.org zufolge wollte er eigentlich nur die Dateien auf Geräten abspielbar machen, die nicht Microsoft-zertifiziert sind.

Wer nun mit Windows-Media-Dateien Geld verdienen will, muss seine Nutzer dazu bringen, ein Windows-Update zu installieren. Doch weil Nutzer, die gerne alles umsonst bekommen wollen, sich das entsprechende Update nicht von Microsoft unterschieben lassen, könnte MS zu dem Trick greifen, es in irgendwelchen anderen Updates zu verstecken, mutmaßt golem.de-Mitarbeiter Nico Ernst. (mk)

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