Fehlerquelle Netzwerk-Management
Müssen Management-Tools auf den Prüfstand?

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Unternehmen ist sehr wohl die Gefahr bekannt, die von Hackern ausgeht, aber wissen sie auch, dass unachtsam eingesetzte Netzwerk-Management-Tools genauso gefährlich sein können?

PC-Imaging im Netz kann schieflaufen

Fehlerquelle Netzwerk-Management

Anfang des Monats hatte ich mir eine wohlverdiente Auszeit gegönnt und ein paar Tage die Client-Abteilung der IT Week nicht von innen gesehen. Es tut gut, einmal Abstand zu nehmen und zu entspannen. Auch wenn das Zurückkommen meist gar nicht so einfach ist, hat man sich erst einmal an das Faulenzen gewöhnt.

Diesmal war der Wiedereinstieg aus zwei Gründen besonders hart: Erstens war London wohl während meiner Abwesenheit ein wenig zu früh dem Herbst anheim gefallen, zweitens stieß meinem PC etwas ziemlich Katastrophales zu. Verschiedene Anwendungen waren auf mysteriöse Weise verschwunden, ebenso einige Ordner auf der Festplatte, und darunter befand sich auch die VMware Virtual Machine, die ich zur Auswertung von Office 2007 im Einsatz hatte.

Was war passiert? War dies das Ergebnis einer Malware-Attacke? Oder waren hier Saboteure am Werk, die bewusst meine Arbeit stören wollten? Ich bat unsere firmeneigene IT-Abteilung um Hilfe, doch dort wollte man von nichts etwas gewusst haben, was mir diese Schwierigkeiten hätte bereiten können. Dann aber kam die schreckliche Wahrheit ans Tageslicht.

Ein neuer Angestellter begann mit seiner Arbeit zum selben Zeitpunkt, als ich aus dem Urlaub zurückkam, und er bekam, wie es sich gehört, einen brandneuen PC auf den Schreibtisch gestellt. Außerdem wurde ein neues Festplatten-Image übers Netzwerk geschickt und dazu ein neues Management-Tool verwendet. Das einzige Problem dabei: Das Image verfehlte die Zielmaschine und landete fälschlicherweise auf meinem PC, wo es in bester Absicht die Inhalte meiner Festplatte überschrieb.


Trauen Sie bloß nicht den IT-Leuten!

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Manchmal kommt es vor, dass allzu süffisante Artikel zum Thema Datensicherung nach einiger Zeit ihren Autor auf ihre Weise wieder heimsuchen, doch ganz so schlimm lief es diesmal Gott sei Dank nicht. Der Großteil meiner Daten liegt auf einem Server und dank der firmenweiten “Roaming Profiles” konnten die Dateien auf meinem PC, die ich im Ordner “Eigene Dateien” gespeichert hatte, vor größerem Schaden bewahrt werden.

Aber ich muss doch sagen, dass ich es etwas beunruhigend finde, dass eine IT-Abteilung die Daten jedes beliebigen PCs mit einem einzigen falschen Mausklick von der Festplatte wischen kann. Ich hätte vermutet, dass Deployment-Tools in irgendeiner Weise sicherstellen können, dass so etwas nicht passiert, oder zumindest eine Funktion integrieren, einen solchen Missgriff rückgängig zu machen. Doch es sieht tatsächlich so aus, als läge das Schicksal jedes PCs in der Hand des IT-Personals.

Das Sprichwort sagt: Gebranntes Kind scheut das Feuer. Ich werde ab sofort meine Installationsdateien für alle Programme, die ich verwende, parat halten und zumindest eine Kopie meiner sämtlichen Daten erstellen. Sie auf dem Server zu speichern reicht nicht aus – einer der unsrigen drehte vor ein paar Jahren völlig durch und machte die Backup-Bänder unleserlich. Ich werde also besser eine Kopie auf einem USB-Stick erstellen.

USB-Sticks werden zwar häufig als Sicherheitsrisiko angesehen, aber in Situationen wie dieser können sie Gold wert sein. Auf jeden Fall könnten sie der Retter in der Not sein und verhindern, dass Dateien aufgrund eines falschen Mausklicks auf Nimmerwiedersehen verloren gehen.