Apple-Notebook-Feuer in Japan setzt Regierung in Bewegung

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Nachdem ein brennender Powerbook seinen Eigentümer verletzte, bestellt das japanische Wirtschaftsministerium Apple zum Rapport.

Apple hat bereits seine Notebooks mit den fehlerhaften Sony-Akkus zurückgerufen, aber manche Nutzer bekommen das offenbar nicht mit: In Japan wurde ein Bürger von einem iBook G4 bei dessen Entflammung verletzt. Die Regierung will seine Mitbürger aber schützen – und befiehlt Apple, den Fall zu untersuchen und mitzuteilen, was man tue, um weitere Fälle dieser Art zu verhindern. Die Verbraucherschützer im japanischen Wirtschaftsministerium geben Apple zwei Wochen Zeit, um eine Stellungnahme abzugeben.

Wenn Apple nicht mal mit der Wimper zuckt, muss die Firma nach lokalen Gesetzen rund 2000 Dollar zahlen. Das ist für ein Multimillionen-Dollar-Unternehmen nichts – aber in der japanischen Kultur ein riesiger Gesichtsverlust – der wohl auch zum Kundenverlust führen kann.

Kollege Nick Farrell vom britischen Inquirer kommentiert amüsiert: “Wir erwarten, dass der Apple-Chef dem Umstand entsprechend reagiert, ein scharfes Schwert in die Hand nimmt und ‘die richtige Sache’ in einem Feld voller Kirschblüten tut”.

Auch den japanischen Herstellern droht das Seppuku-Szenario: Das Wirtschaftsministerium hat auch ihnen befohlen, die Sicherheit ihrer Akkus zu überprüfen. (mk)

Mehr darüber weiß die Washington Post

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