Fernsehfachhändler überleben Digitaltechnik nicht

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Passend zur Internationalen Funkausstellung in Berlin verbreitet der Berliner Tagesspiegel Interviews mit den lachenden Dritten aus dem Digitalzeitalter: Die Analog-Experten würden den Einzug der Digitaltechnik nicht überstehen.

Das Digitale ist komplizierter als das Analoge – also lassen die Hersteller ihre Händler nicht mehr an defekte digitale Geräte. Weil diese so Nichts durch den Service hinzuverdienen können, sieht Sharp-Service-Chef Frank Forstreuther schon das nahende Ende des klassischen Fernseh- und Elektronikhändlers.

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Der Service-Chef des Fernsehherstellers Sharp in Deutschland erklärt , dass die Fehlersuche mit den neuen Digitalgeräten viel schwieriger sei als beim althergebrachten Gerät. Die Branche sei eben in einem “riesigen Umbruch”, erklärte er dem “Tagesspiegel am Sonntag” – der Artikel wird dann auch kommenden Sonntag abgedruckt, damit auch alle Fernsehhändler, die zu der Zeit auf der Messe in Berlin sind, richtig Angst bekommen und sich um Weiterbildung bemühen.

Philips-Sprecher Klaus Petri sagt der der Zeitung ganz klar: “Einige Hersteller lassen ihre Fachhändler so gut wie gar nicht mehr an defekte digitale Geräte heran. Sie sollen nicht mehr Schaden anrichten als vorher da war”. Spezialisierte Vertragswerkstätten mit dem nötigen Know-how und der entsprechenden technischen Ausrüstung könnten Fehler leichter finden und beheben.

Sharp-Manager Forstreuter sieht “erheblichen Umsatzrückgang” für die rund 3000 Fernseh-Händler in Deutschland. Er geht davon aus, dass es viel weniger werden. Die Branche der Digital-Hersteller jammert überhaupt nicht – bald hat sie das Geschäft mit der Unterhaltungselektronik ganz in der Tasche.

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