England: Erste Verurteilung wegen Massenmail-Attacke

Allgemein

Fünf Millionen Mails brachten den Server des Ex-Arbeitgebers zum Absturz. Nachdem der fristlos Gefeuerte seinen Ärger mit Massenmails herausließ, muss er jetzt dafür büßen.

Ein britischer Mann rastete einfach aus, nachdem er gefeuert wurde. Statt aber in einem physikalischen Amoklauf Menschen zu gefährden, stürzte sich der digitale Amokläufer auf die Server seines Arbeitgebers Domestic&General.

Nun wurde David Lennon unter dem britischen “Computer Misuse Act” vom Jugendgericht in Wimbledon verurteilt.
Zwar sieht das Gesetz eine Maximalstrafe von 5 Jahren vor, aber Lennon kam noch mit einer mächtigen Ohrfeige davon. Der Richter gab dem jungen Mann zwei Monate Ausgangssperre und stattete ihn mit einer elektronischen Fußfessel aus, damit er seine Jugendstrafe einhält. Scheinbar versteht der Richtert nicht, dass er eher eine “digitale Ausgangssperre” hätte verhängen sollen – denn David Lennon kann ja theoretisch von zuhause aus immer noch virtuelle Massenmorde im Internet begehen.

In Deutschland fiele das ganze unter “Sachbeschädigung” und würde ähnlich bestraft werden. (The Inquirer UK/mk)

L’inq

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