Auch nVidia krallt sich einige 3DLabs-Entwickler

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nVidia bestätigte heute in einer Telefonkonferenz, sich selbst auch einige der früheren 3DLabs-Entwickler geschnappt zu haben – es landen eben nicht alle bei intel. Aber 3DLabs in den ewigen Jagdgründen.

Die 3DLabs-Entwickler, die nicht von Intel aufgesammelt wurden, gehen zur US-Niederlassug des amerikanisch-taiwanischen Anbieters nVidia. Die Firma von der Silizium-Insel im chinesischen Meer ist bereits unangefochtener König bei den Schaltkreisen für Workstation-Rechner – leistungsfähige Arbeitsplatz-Maschinen vor allem im Grafikbereich – und ATI kann dagegen einfach nicht anstinken. Selbst mit dem neuen Eigentümer AMD, der das Ruder bei ATI umdrehen könnte, kommt man gegen 60 Prozent oder höher Marktanteile der nVidia-Jungs nicht an.

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Die 3DLabs-Jungs wissen ein paar Dinge über den Workstation-Grafikmarkt und werden nVidia wohl helfen, seine starke Marktposition auszubauen. Das ist auch nötig – bei der starken Konkurrenz durch die AMD-ATI-Maschinerie.

Doch zum Vergnügen seiner Investoren ist nVidia finanziell sehr gesund und kann mit der harten neuen Konkurrenz mithalten. Aber um langfristig im hartumkämpften Markt zu bestehen, muss die Firma noch irgendeinen Partner aufkaufen.

3DLabs indessen wird in die Annalen der Geschichte eingehen wie einst 3DFX, Trident, Hercules and viele andere Opfer des Grafik-Krieges. 3DLabs-Käufer Creative hat da wohl was falsch gemacht…
(Fuad Abazovic/mk)

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