Wall Street will Rollins Kopf rollen sehen

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“Del(l)” wie “Delete” oder Rollins wie “Kopfrollen”? Investoren zerreißen sich den Mund über die Zukunft von Dell-Chef Kevin Rollins und fordern tatsächlich dessen Kopf. Rollins überstürzte und kostspielige Notebook-Rückrufaktion, die nach unseren Berichten über brennende und explodierende Notebooks und zahlreichen Folgemeldungen in diversen Medien gestartet wurde, gefällt den Geldgeiern nun mal gar nicht…

dell_rollins_335.jpgHinzu kommen die schlechten finanziellen Ergebnisse des letzten Quartals, die dem vorherigen ebenfalls schlechten Quartalsbericht (“Dell wächst langsamer als der Markt“) folgten.

Noch schlimmer für Dell ist der heutige Bericht des Wall Street Journals: Große institutionelle Anleger wie der Fidelity-Aktienfonds würden Dell-Aktien überstürzt auf den Markt werfen und so den Preis des Wertpapiers drücken.

Eine Reihe von Finanzinstituten hat ihren Bestand an Dell-Wertpapieren bereit heruntergefahren. Doch Fidelity als ein “Major Player” in IT-Investition setzt dem ganzen die Krone auf. An den Aktien, die Fidelity an verschiedenen Firmen hält, lässt sich ablesen, wie schwer dies wiegt: Die Firma hält 30 Millionen AMD-Aktien, 37 Million ATI -Papiere, 84 Millionen von Intel und 13 Millionen von nVvidia – in Dollars noch viel mehr, also kein Pappenstiel.

Solche Finanztransaktionen von großen Anlegern wie Fidelity, Oppenheimer Funds und anderen können wirklich Märkte erschüttern.

Dem Journal zufolge hat Vorstandsvorsitzender und Firmengründer Michael Dell aber noch größtes Vertrauen in seinen Chairman und schärft noch keine Axt für irgendwelche Henkerstätigkeiten. Das erledigen dann vielleicht die Finanz-Heuschrecken. (Cher Price/mk)
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