Poker-Computer als große Hoffnung in der KI-Forschung

ForschungInnovationNetzwerkeWorkspaceZubehör

Die Universität Alberta in Kanada geht einen ungewöhnlichen Weg um die Entwicklung künstlicher Intelligenz voranzutreiben sie spielen Poker. Zumindest entwickeln sie einen Rechner der es irgendwann mit menschlichen Gegnern aufnehmen kann.

Der bekannteste Schachcomputer der Welt Deep Blue konnte im Jahre 1997 den amtierenden Weltmeister des Brettspiels Garry Kasparov in einem erbitterten Match schlagen. Nach Aussagen der Forscher von der Universität Alberta ist ein ähnlicher Erfolg eines Rechners gegen einen Menschen beim Poker derzeit noch reine Fiktion. Gerade darin liegt der Ehrgeiz des Teams um Jonathan Schaeffer, Lehrstuhlinhaber für Computerwissenschaften und Vorsitzender der kanadischen Einrichtung zur Erforschung künstlicher Intelligenz.

Nach Schaeffers Argumentation lassen sich die beim Pokerspiel benötigten Fähigkeiten nicht sonderlich gut mit einem Computer abdecken. Vor allem beim Lernen aus vorherigen Zügen und Analogieschlüssen können die Rechner noch nicht mit Gegner aus Fleisch und Blut mithalten. Die gehörige Portion Unsicherheit die jedes Pokerspiel umgibt komplettiert den Cocktail, der die Herausforderung für die Forscher so groß werden lässt.

Das Team um Schaeffer entwickelte einen Pokercomputer, der sich bisher auf zwei Pokerturnieren der amerikanischen Gesellschaft für künstliche Intelligenz gegen die übrigen Rechner durchsetzte. Trotzdem sieht er noch einen weiten Weg vor sich bis der Rechner sich mit den Top-Leuten der Branche messen kann. Sollte dies gelingen, wäre die gesamte KI-Forschung einen großen Schritt weiter. (ah)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen