Computer haben in 20 Jahren mehr Intelligenz als Menschen

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Zumindest haben sie dann mehr Hirn als einige Menschen. Das jedenfalls sagt Ray Kurzweil in seinem neuen Buch “The Singularity is Near”, das dieser Tage in den englischsprachigen Ländern ausgeliefert wird.

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Kurzweil, Erfinder des Synthesizers, Technikprophet (der oft Recht hatte) und nebenher noch Philosoph, meint, dass Computertechnik in nicht allzuferner Zukunft den Weg in die Biologie überschreiten wird.

In seinem Buch (jetzt schon bestellbar bei Amazon USA) erzählt er, dass Rechenpower exponentiell wächst – und wenn das weiterhin in diese Geschwindigkeit passiert, dann werden Computer ziemlich schnell ziemlich intelligent. In der “fünften menschlichen Epoche” würde auch der Mensch den Weg von der Biologie zur Technik überschreiten – Mensch und Maschine wüchsen zusammen.

kurzweil_singularity_buch_138.jpg Seiner Voraussage nach wird das Universum mit superintelligenten “Prozessen” saturiert sein. Soll heißen: Es wird keine klare Unterscheidung mehr geben zwischen Mensch und Maschine oder zwischen physikalischer und virtueller Realität. Klingt alles wie in altbekannten Science-Fiction-Märchen, wo Androiden durch die Welt laufen und elektrische Schafe zählen – und dennoch füllt Kurzweil sein Buch mit real existierenden technischen Entwicklungen, aus denen einmal etwas entstehen könnte, was der Welt der Sci-Fi-Literatur nahe kommt.

Positiv gesehen: Nanobots können den Menschen reparieren wenn er krank ist – und das Universum wird voll sein von virtuellen… ähem – unanständigen Vergnügungen. Negativ wird bleiben, dass es immer Hacker und Viren geben wird – dann aber vielleicht sogar auf Nanotechnikbasis.

Mehr beim New York Inquirer (trotz ähnlichem Namen: keine Verbindung).
(Nick Farrell/mk)

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