Virtuelle Geräte senken Aufwand und Kosten
Hardware nicht nötig: Künftig sind nicht nur Rechner virtuell

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Die Virtualisierung wird dazu führen, dass die traditionellen Hardware-Gerätschaften auf dem Müllhaufen der Computergeschichte landen. Hardware-Appliances weichen programmierbaren “Software-Geräten”, deren Konfiguration sich auf Knopfdruck ändern lässt.

Schlanke Software gegen aufwendige Hardware

Virtuelle Geräte senken Aufwand und Kosten

In den letzten Wochen hatte ich das Glück, mir eine Unmenge virtueller Geräte anzusehen. Falls Sie noch auf keines gestoßen sind – eine “virtuelle Appliance” ist so etwas wie eine virtuell erzeugte Maschine, die dazu dient, eine spezielle Anwendung abzuarbeiten. Ebenso wie eine traditionelle Hardware könnte eine virtuelle mit einem webbasierten Management-Interface daherkommen und so gestaltet sein, dass die Kunden nicht direkt mit dem Betriebssystem des virtuellen Geräts arbeiten müssen.

Virtuelle Geräte (gut beschrieben auf dieser Webseite) haben gegenüber den traditionellen Geräten und Servern einige deutliche Vorteile. Und zwar so viele, dass sich das Zeitalter der traditionellen Hardware-Ausrüstung ihrem Ende zuneigen könnte.

Das ist jetzt keine Minute zu früh, denn obwohl Hardware gewöhnlich wesentlich einfacher einsetz- und handhabbar war als traditionell die Server mit Vollfunktion, sind sie einfach zu verschwenderisch, wenn es um den Stromverbrauch, den Hitzeausstoß und den Platzbedarf geht.


Bessere Fehlertoleryanz bei virtuellen Geräten

Virtuelle Geräte senken Aufwand und Kosten

Jedes Gerät muss außerdem mit Netzwerken und Stromquellen verkabelt werden, und bevor man sie nutzen kann, muss man zumeist eine Schnittstelle einrichten, damit eine IP-Adresse zugeordnet werden kann.

Letzteres klingt trivial, doch ein Gerät zu finden, das den entsprechenden Anschluss und ein Fernwartungsterminal bietet, ist nicht immer einfach.

Außerdem haben wir im Laufe letzten Jahres in den Labors von IT Week festgestellt, dass Hersteller offenbar darauf setzen, dass der Kunde zwei Geräte kauft, um einen vernünftigen Grad von Fehlertoleranz zu erreichen.

Im Gegensatz dazu können virtuelle Geräte auf jeglicher Hardware laufen, die dafür geeignet scheint – das kann ein billiger Desktop mit nur einem Eingang für Geräte sein, die sie gerade nur ausprobieren wollen, bis zu extrem fehlertoleranter Multiprozessor-Server-Hardware und SAN-Speicherung für ein virtuelles Gerät, das ständig für Sie verfügbar sein muss.


Software kann virtuelle Geräte erschaffen

Virtuelle Geräte senken Aufwand und Kosten

Wie traditionelle Geräte können auch virtuelle automatisch Updates und Patches downloaden wenn es notwendig ist. Einige der interessanteren, die mir auffielen, gehen einen Schritt weiter und integrieren Software, die auf einem separatem System läuft mit dem virtuellen Gerät.

So verwendet z.B. die Beta-Version einer Desktop-Firewall, die ich mir angesehen hatte, eine Windows.Net-basierte Oberfläche zum Konfigurieren der Firewall-Regeln. Das GUI wird dann verwendet, um ein neues schreibgeschütztes virtuelles Gerät zu erschaffen, das dann schließlich die Firewall-Software betreibt.

Als Ergebnis haben wir eine sehr kompakte Firewall von weniger als 5 MByte Größe, die über kein Management-Interface verfügt. Änderungen der Konfiguration werden in das Windows-GUI eingegeben, das dann eine neue virtuelle Maschine auf der Basis jener Konfiguration generiert. Diesen Trick schafft eine echte Hardware nicht.

In den kommenden Wochen wird es noch viel mehr Neuigkeiten über virtuelle Geräte geben, insbesondere nachdem ein Preis von 100.000 Dollar vom Virtualisierungs-Spezialisten für das beste virtuelle Gerät ausgelobt worden ist.