Mobiles Hacking-Tool für Faule

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Ein Wireless-Handheld namens Silica sorgt gerade in USA für Furore. Der kleine Begleiter wurde extra dafür konstruiert, um automatisch die WLAN-Systeme der nahen Umgebung zu penetrieren.

Wie kommt die Firma Immunity aus Miami dazu, ein solches auch für Einsteiger geeignetes Hacker-Werkzeug zu bauen und für umgerechnet etwa 2.400 Euro zu verkaufen? Ganz einfach, die Sicherheitsfirma hatte gar nicht daran gedacht, dass sich womöglich faule Nachwuchs-Datendiebe den Silica bestellen könnten. Der mobile Minicomputer soll nämlich eigentlich den Sicherheitschefs größerer Unternehmen das Leben erleichtern: Sie können mit eingeschaltetem Gerät unauffällig durch ihre Büro-Etagen, Filialen und Außenstellen schlendern, um per Penetrations-Test festzustellen, ob die vielen WLAN-Ports des Unternehmens auch richtig gesichert sind.

Damit das funktioniert, besitzt der Silica 802.11 (Wi-Fi) und Bluetooth sowie über 150 vorinstallierte Exploits, die im Automatikmodus loslegen und jede offene Wireless-Verbindung in unmittelbarer Umgebung scannen. Nicht nur Sicherheitsverletzungen, sondern auch Datentauscher kann das Gerät überführen – und dabei gleich Beweisstücke in den eigenen Speicher downloaden. Und während der ganzen Prozedur schlendert der Test-Hacker unschuldig durchs Büro, plaudert und schlürft Kaffee. Das komfortable Hacker-Mobil soll es ab Oktober regulär zu kaufen geben. (Nick Farrell/rm)

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