Marktübersicht ADSL2+ Tarife
ADSL mit 16.000 Bit pro Sekunde

BreitbandMobileNetzwerke

Neue Dienste, wie etwa Video-Livestreams oder der Download von Videofilmen, erfordern immer größere Bandbreiten für den Download. Hier reicht einfaches DSL nicht mehr aus. ADSL2+ verspricht Abhilfe zu schaffen. Doch ist das Angebot noch spärlich gesät.

Mehr Leistung benötigt

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Tripple Play lautet das Schlagwort, das derzeit in aller Munde ist. Darunter versteht man die gleichzeitige Nutzung von Internet, Telefonie und Video über einen Online-Anschluss. Da jeder einzelne dieser Dienste zunehmend größere Datenmengen braucht und insbesondere die Übertragung von Videodaten bislang nie benötigte Bandbreiten verlangt, ist Tripple Play mit normalem DSL, selbst mit der zwei MBit-Variante, sehr müßig und durch viele Übertragungsengpässe gezeichnet. Dienste wie das Fernsehen über das Internet, das so genannte IP-TV (TV over IP), verlangen sogar mindestens einen sechs MBit/s Anschluss. Mit dem neuen ADSL2+ ist nun die Technik verfügbar, mit der die gleichzeitige Nutzung vieler Internet-Datendienste endlich Spaß machen soll.


Wenige Anbieter und Anschlussbereiche

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Insgesamt elf Anbieter bieten deutschlandweit das neue ADSL2+, mit dem theoretisch über 20 MBit/s an Daten übertragen werden können. Die meisten werben mit 16 MBit/s. Lediglich Arcor und Versatel versprechen 20 MBit/s. Diese Angaben sind jedoch in beiden Fällen nur theoretisch. Denn mit zunehmender Entfernung zur nächsten Verbindungsstelle geht auch die tatsächliche Übertragungsrate schnell in den Keller. Nach knapp zweieinhalb Kilometern ist man bereits bei der Hälfte der Download-Geschwindigkeit und nach vier Kilometern ist kaum noch ein Unterschied zu anderen DSL-Varianten zu spüren. Das spiegelt sich auch im Kleingedruckten der Anbieter wider, in dem darauf hingewiesen wird, dass – je nach Standort – die effektive Geschwindigkeit geringer ausfallen kann.

ADSL2+ ist bislang nur in den großen Städten verfügbar. Bis aufs Land wird es diese Technik auch in absehbarer Zeit nicht schaffen. Wer jedoch am Rande einer Stadt lebt und derzeit wegen der zu großen Entfernung keine Verbindung zum DSL-Netz bekommt, kann gegebenenfalls mit ADSL2+ den Einstieg zum Breitband-Internet bekommen, wenn auch mit verhältnismäßig zum Maximum recht geringer Datenrate. Das kommt daher, weil im Gegensatz zum normalen DSL, die Synchronisation auch bei kurzzeitigen Störungen der Verbindung erhalten bleibt.


Breitband Geschwindigkeitstest

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Vor einer Entscheidung für den Umstieg zu ADSL2+ ist es sinnvoll, zunächst einmal die grundsätzliche Verschlechterung beim aktuellen DSL zu testen. Findet man nämlich heraus, dass die aktuelle zwei-MBit-Leitung effektiv beim Download nur eine Geschwindigkeit von weniger als einem MBit/s erreicht, wird auch bei ADSL2+ nur ein Bruchteil der Bandbreite ausgenutzt werden können. Einen solchen Geschwindigkeitstest bietet beispielsweise Visualware.com unter . Mit dem dortigen Java-Applet erfährt man genau, wie schnell der Up- und der Download effektiv sind. Ist das Ergebnis, dass weniger als die Hälfte des derzeitigen DSL-Tarifs realisiert werden kann, lohnt der Umstieg auf ADSL2+ nicht.


Neue Technik – neue Hardware

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Während DSL bis hin zur sechs MBit-Variante immer auf derselben Technik beruht, geht ADSL2+ komplett neue Wege. Dadurch wird auch die Anschaffung neuer Hardware, also wahlweise eines neuen DSL-Modems oder eines DSL-Routers nötig. Diese ADSL2+-tauglichen Geräte sind jedoch abwärtskompatibel und können auch mit herkömmlichem DSL verwendet werden. So ist es nicht verwunderlich, dass Geräte neuerer Generation bereits ADSL2+ unterstützen. Nichts desto trotz erhält man bei fast allen Anbietern zumindest ein Modem oder sogar einen WLAN-Router kostenlos oder gegen einen geringen Aufpreis.


Zusatzfeatures von ADSL2+

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Neben dem Hype, auf immer mehr Bits/s durchs Web surfen zu können, bietet ADSL2+ auch noch weitere interessante Aspekte.

Gebündelte Geschwindigkeit
Insbesondere kleinere Unternehmen, für die eine Standleitung zu teuer ist, können mit ADSL2+ nahezu dieselbe Leistung zum geringeren Preis erhalten. Möglich wird das durch die Kanalbündelung gemacht, wodurch mehrere ADSL2+-Anschlüsse zu einen noch breiteren Up- und Download-Datenstrom kombiniert werden können. Da die Bündelung bereits auf der ATM-Hardware-Ebene geschieht, kann das Betriebssystem und die darauf laufenden Services auf die gesamte Bandbreite einer einzigen Verbindung aufsetzen. Software-seitige Änderungen sind also nicht nötig.

ADSL2+ – fürs ökologische Gewissen
Während alle bisherigen DSL-Router stets mit voller Leistungaufnahme arbeiten, um die Synchronisation mit der DSL-Gegenstelle aufrecht zu erhalten, gibt es bei ADSL2+ verschiedenen Stromspar-Modi. Werden gerade keine Daten übertragen, schaltet das ADSL2+-Modem in einen Modus, in dem nur geringere in Bandbreiten verwendet werden. Das spart Strom. Wird wieder eine schnellere Verbindung benötigt, geht der Switch so schnell, dass der Benutzer nichts davon bemerkt. Wird die Verbindung über einen längeren Zeitraum nicht genutzt, fällt das System sozusagen in einen Schlafmodus, bei dem jedoch weiterhin die Synchronisation mit der Gegenstelle gewährleistet ist. Aus diesem Modus heraus braucht es circa drei Sekunden bis die volle Leistung wieder erreicht ist.


Der feine Unterschied

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Alle derzeitigen Anbieter bewegen sich mit ihren ADSL2+-Angeboten im ähnlichen Preissegment. Verwirrend ist hier die fast täglich wechselnde Gebührenstruktur. So fallen Bereitstellungsgebühren weg, Tarife werden mit Telefonie in Gesamtpaketen gebündelt und neue Features und Angebote kommen hinzu. Die Tabelle stellt nur einen Snapshot dar. Sie sollten in jedem Falle vor dem Vertragsabschluss auf der Webseite des Anbieters überprüfen, ob alle von uns eruierten Merkmale auch noch up to date sind.

Achten Sie bei allen Anschlüssen und insbesondere beim Preisvergleich darauf, ob ein vorhandener Telefonanschluss die Voraussetzung für das DSL-Paket ist. Ist dies der Fall, kommen zu den Kosten noch die monatlichen Grundgebühren hinzu. In jedem Falle sollten Sie sich die Vertragslaufzeiten vor Augen führen. Wirklich flexibel ist nur Alice von Hansenet.de, wo der Dienst monatlich gekündigt werden kann, die mitgelieferte Hardware aber auch nur »geliehen« ist, solange der Vertrag besteht. Bei anderen Anbietern, etwa bei Arcor, gibt es auch den 12 Monats Vertrag, wobei sich dann die Einrichtungs- oder DSL-Kosten verteuern. In der Tabelle wurde immer die preisgünstigste Variante gewählt.

Besonders erwähnenswert sind die Telefonie-Flatrates bei 1&1, Alice und Freenet, mit denen man kostenlos ins deutsche Festnetz und bei Arcor sogar EU-weit und in die Schweiz anrufen kann.


Telekom setzt auf VDSL2

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Während alle anderen Anbieter die Weiterentwicklung ADSL2+ als Highspeed-Netz unterstützen, setzt die Telekom auf das mit 52 MBit/s derzeit schnellere VDSL.

Die Very High Digital Subscriber Line (VDSL) ist mit 52 MBit die derzeit schnellste DSL-Technik und damit mehr als drei mal so schnell wie die gängigen ADSL2+ Anschlüsse. Dieser Wert ist allerdings sehr theoretisch, weil bereits bei weniger als einem Kilometer Abstand vom nächsten Vermittlungspunkt die Geschwindigkeit auf die Hälfte herabsinkt. Und die Datenrate sinkt quadratisch zur Entfernung, weshalb man bereits bei zwei Kilometern auf dem ADSL2+ Niveau angelangt ist.

Die Deutsche Telekom baut derzeit in zehn deutschen Großstädten das VDSL-Ne
tz aus und will es mit der Übertragung von Bundesliga-Livestreams fürs breite Publikum interessant machen und bis 2007 weitere 40 Städte einbinden. In kleineren Städten ist jedoch auch auf Dauer ADSL2+ die zukunftsweisendere Technik, da hier die fehleranfälligen Telefonleitungen nicht so sehr zu Buche schlagen und größere Entfernungen zur Vermittlungsstelle ermöglichen.


ADSL2+ bei 1&1

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar


ADSL2+ bei Alice

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar


ADSL2+ bei AOL

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar


ADSL2+ bei Arcor

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar


ADSL2+ bei Broadnet

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar


ADSL2+ bei Congster

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar


ADSL2+ bei Debitel

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar


ADSL2+ bei Freenet

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar


ADSL2+ bei Host Europe

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar


ADSL2+ bei Strato

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar


ADSL2+ bei T-Com

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar


ADSL2+ bei Versatel

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* nur im ersten Jahr
** nur in vereinzelten Großstädten verfügbar