Telefonat im Auto auch mit Freisprech-Einrichtung gefährlich

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Freisprech-Hilfen haben wenig Effekt, behuptet eine neue Studie: Handy-Telefonate im Auto lenken auch ab, wenn das Mobiltelefon nicht in der Hand liegt.

Geht es nach einer neuen Studie der University of Utah, sollte Telefonieren im Auto ganz verboten werden: Den Tests zufolge ist das Handy-Telefonat im Auto mit Freisprech-Hilfe ebenso gefährlich wie ein solches mit dem Gerät in der Hand. Ob Headset oder Freisprechanlage: Das Unfallrisiko ist viermal so hoch wie ohne Telefon. Das erklärte der Psychologieprofessor David Straver, der die Studie durchführte.

Im Test setzte er 16 Paare in einen Auto-Simulator. Während sie mit Freisprech-Einrichtung telefonierten, wurden ihre Gehirnströme und Augenbewegungen gemessen. Ergebnis: Das Gehirn nimmt nur noch 50 Prozent der Verkehrs-Informationen auf, weil es mit dem Telefonat beschäftigt ist.

Bei waghalsigen Manövern anderer Autos war die Gehirnreaktion des Fahrers nur halb so gut wie ohne Telefonat. Interessant fand Straver, dass der Effekt nur beim Telefonieren im Auto, nicht aber bei einer Unterhaltung mit dem Beifahrer auftrat. (mk)

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