“Du sollst nicht googeln”, sagt Google

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Keine Angst, der Suchmaschinen-Riese will uns nicht die Nutzung seines Portals untersagen, sondern fordert die Welt auf, doch bitte nicht den Begriff Google als Verb zu verwenden.

Hey, es ist doch gar nicht der 1. April. Das hindert einen ferngesteuerten Sprecher des Konzerns nicht daran, folgenden Stuss abzulassen: “Es ist wichtig, den Unterschied zwischen Google als Markenbegriff für die Suche im Internet und dem Verb googeln für die Internetsuche im Allgemeinen zu machen.” Aha!? Haben die Kalifornier etwa Angst, dass die PISA-geschädigten Europäer das verwechseln könnten? Oder dass Yahoo-Nutzer “googeln” gehen wollen? Weit gefehlt, nicht das Interesse der Nutzer interessiert Google, sondern die eigene Position: “Die Sache hat ein paar ernsthafte Markenschutz-Aspekte”, tönte der Brief laut der Zeitung Independent weiter. Soll jetzt aus den MP3-Jägern die Wort-Polizei werden?

Einige Blogger vermuten, dass sich jemand bei Google einen Scherz erlaube, andere befürchten, dass die (zu?) erfolgreiche Firma nun den Boden unter den Füssen verliere. Statt sich darüber zu freuen, dass “googeln” in den offiziellen Sprachgebrauch Eingang fand und sogar in deutschen Wörterbüchern verewigt wurde (ein schöner kostenloser Webeeffekt), regen sich die Firmen-Anwälte über das Fehlen des großen G auf – typisch Korinthenkacker. Sucht Euch lieber neue Geschäftsfelder als neue Streitfelder! (rm)

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