Die fliegende Akku-Bombe: Terror ohne Terroristen

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Die Inquirer-Artikelserie über explodierende und spontan entflammbare Akkuzellen, die schockierenden Beweisfotos unserer Leser und unsere gebetsmühlenartigen Warnungen finden ein Echo – in den USA. Dort sorgt man sich um die Sicherheit der Flugpassagiere.

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Die potenzielle Gefahr, die von Lithium-Batterien ausgeht, ist überhaupt nicht neu. Da aber in vielen Verkehrsmaschinen heute Notebooks während des Fluges benutzt werden – gut, z.Zt. durch den London-Terror etwas eingeschränkt – wäre es eine Horrorvorstellung, wenn mitten über dem Atlantik, wenn fast alle Passagiere schlafen, ein Akkumodul in Flammen aufginge. Seit 1991 hat die Federal Aviation Administration (FAA) 60 solcher mehr oder weniger schweren Vorfälle in Flugzeugen und Flughäfen registriert. Beispiel Lufthansa-Flug 435 von Chicago nach München: Am 15. Mai drang plötzlich Rauch aus dem Gepäckfach 2A. Quelle war eine Aktentasche, in der ein verkohlter Notebook und ein Sechserpack halb geschmolzener Lithium-Ionen-Batterien zum Vorschein kamen.
Am Boden hat die “Consumer Product Safety Commission”, eine amerikanische Verbraucherschutzorganisation, bereits seit 2003 exakt 339 Fälle von Lithium-Akkus, die heiß wurden, abrauchten oder sogar explodierten, in den Akten stehen. Na, wer ruft da noch “Einzelfall”? (Paul Hales/rm)

P.S.: Dell will übrigens 4,1 Millionen Laptop-Akkus zurückrufen. Die Module wurden ursprünglich von Sony gebaut und in Dell-Notebooks zwischen April 2004 und 18. Juli 2006 eingesetzt.

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