Dell-Akku-Fiasko: Sony könnte bis zu 180 Millionen Euro verlieren

Allgemein

Das feurige Überhitzungsproblem, von dem wir seit Wochen berichten, betrifft allein 33 Dell-Notebook-Modelle, weshalb die Texaner 4,1 Millionen Geräte bzw. deren Akkupacks zurückrufen, um sie zu ersetzen oder zu reparieren. Da die Lithium-Ionen-Module von Sony geliefert wurden, könnten die Japaner mit bis zu 180 Millionen Euro Regresszahlung konfrontiert werden.

Dell warnt alle Besitzer seiner Modelle der Serien Latitude, Inspiron, XPS und Precision, die Akkus keinesfalls weiter zu benutzen, sondern sich auf der speziellen Rückruf-Website zu informieren.
Wie unser geschätzter Kollege Simon Burns in Taipei herausfand, haben die Analysten von Nomura Securities die oben genannte mögliche Schadenssumme für Sony bereits errechnet: “Die Summe gilt für den Fall, dass Sony vor allem für die Ersatz-Akkus aufkommen muss”, erklärte Nomura heute Nacht seinen Kunden. 180 Millionen Euro würden 14 Prozent des Bruttogewinns des vorigen Geschäftsjahres wegfräsen. Es wären zwar nur Einmalkosten, die Sony noch wegstecken könne, doch der Konzern hat ja die in China und Japan gebauten Akkuzellen nicht nur an Dell geliefert, warnen die Nomura-Analysten. Der Aktienkurs des Konzerns dürfte die Affäre kaum unbeschadet überstehen, hieß es. (rm)

Linq