Vodafone nicht mehr weltgrößter Mobilfunkbetreiber

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“China Mobile” entthront den britischen Mobilfunkriesen – im Marktwert und bei der Anzahl von Kunden, britischen Berichten zufolge bald auch beim Umsatz.

China Mobile konnte am vergangenen Freitag bei Börsen-Handelsschluss erstmals einen höheren Börsenwert als Erzkonkurrent Vodafone aufweisen. Während die Chinesen einen Betrag von 131,6 Milliarden Dollar aufweisen konnten, ist Vodafone mit einem Schlusskurs von “nur noch” 121 Milliarden Dollar gehandelt worden.

Gemessen an der Kundenzahl ist China Mobile schon des Längeren Marktführer: Mehr als 200 Millionen Menschen telefonieren über die Infrastruktur des Unternehmens. Vodafone kommt mit seinen 186 Millionen Kunden nicht ganz dagegen an, ist aber beim Umsatz vorne – aber nur leicht. Gegenüber der heutigen britischen Zeitung Sunday Telegraph erklärte ein Sprecher von Vodafone, es gehe im Mobilfunkmark nicht alleine um Größe, sondern um Kundenservice und Wertsteigerung für Aktionäre.

Wie sein Konzern das schaffen will, beantwortete er allerdings nicht mehr – angesichts eines hohen Marktwachstums und eines Marktanteils von 40 Prozent in Asien für den chinesischen Konkurrenten, könne Vodafone mit der starken Konkurrenz in Europa – und in Ermangelung von Asien-Know-how – jedoch nicht dagegen auftrumpfen.

Vodafones Marktwert liegt inzwischen weit unter der Summe, die das Unternehmen seinerzeit für die Übernahme von Mannesmann gezahlt hatte. (mk)

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