Nicht alle virtuellen Mobilfunkprovider werden überleben

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Laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstitutes Strategy Analytics finde im US-Markt bereits eine erste Konsolidierungswelle bei den virtuellen Mobilfunkbetreibern (MVNO) statt.

Anbieter wie Helio oder Mobile ESPN fuhren zwar in den vergangenen zwei Jahren große Werbekampagnen, konnten aber trotzdem nicht genügend Kunden akquirieren und dürften den Markt schon bald wieder verlassen. Nach Ansicht von Studienautorin Sara Harris lag die Ursache an der schlechten Zielgruppen-Anpassung. Trotz moderner High-Tech-Angebote fielen die Provider in der Statistik des US-Marktes kaum auf, während die Anbieter Tracfone, Virgine Mobile und Boost Mobile zusammen 65 Prozent des MVNO-Marktes für sich beanspruchten. Erfolgsgeheimnis: Sie konzentrierten sich auf die Zielgruppe der Jugendlichen und boten überwiegend Prepaid-Dienste an. Helio oder Mobile ESPN offerierten dagegen laut Harris Mobiltelefone, die Jugendliche optisch nicht ansprachen. Auch das Marketing und mangelnde Prepaid-Offerten schreckten die Zielgruppe eher ab.
In Deutschland dagegen konnten sich Unternehmen wie Aldi oder Tchibo durch Kooperationen mit Geräteherstellern erfolgreich als netzlose Mobilfunkbetreiber am Handymarkt etablieren. Tchibo startete 2004 ein Joint Venture mit O2 und zählt derzeit über 600.000 Mobilfunkkunden. Anderen Discountern dagegen war nicht so viel Erfolg beschieden. (rm)