Cisco kauft Entwickler neuer Technik für Rechenzentren

Netzwerke

50 Millionen Dollar gibt Cisco für 80 Prozent der Firma Nuova aus. Das von ehemaligen Cisco-Mitarbeitern gegründete Unternehmen arbeitet an einer geheimnisvollen Technik für die optimale Netzauslastung in Rechenzentren.

50 Millionen Dollar sind Cisco 80 Prozent an Nuova wert, eine Option auf die restlichen 20 Prozent wurde ebenfalls vereinbart. Das Geld soll vor allem in die Entwicklung von Produkten fließen, die Ciscos Produktportfolio für Rechenzentren ergänzen sollen – welche dies genau sind, wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben, Cisco will jedoch weitere 42 Millionen US-Dollar zuschießen, wenn sich Nuova gut entwickelt.

Noch hat das Unternehmen kein Produkt – aber immerhin schon 76 Mitarbeiter. Gerüchten zufolge soll Nuova Systems eine Technologie entwickeln, die den Datenverkehr zwischen Server und Netzwerk-Elementen neu ordnet und so weniger Prozessorzeit und Speicher benötigt. Dem Prinzip nach denkt man an BitTorrent, das die Datenlast bei P2P-Netzen verteilt – so etwas ist Nuovas Produkt aber angeblich nicht. Auf der Website des Unternehmens wird noch nichts über kommende Produkte gesagt.

Da die Firma jedoch von ehemaligen Cisco-Mitarbeitern rund um den früheren Entwicklungschef Mario Mazzola gegründet wurde, ist davon auszugehen, dass hinter der Geheimniskrämerei konkrete Pläne stecken. Einige von den Mitarbeitern des Mannes, der bei Cisco schon in Pension ist, haben nach dem gleichen Muster bereits die Firma “Andiamo” gegründet – der Glasfasernetz-Anbieter für Speichernetze wurde 2002 schließlich von Cisco übernommen. (mk)

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