Deutsche Telekom & IPTV: der Treppenwitz des Jahres

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INQ_Telekom.jpgDer Deutschen Telekom gehen scharenweise die Festnetz-Kunden von der Fahne, was bereits die Ergebnisse belastet (wir berichteten). Aber das ist doch kein Problem, schließlich geht der Konzern offensiv neue Wachstumsfelder an. Zum Beispiel Internet-TV. Immerhin 43 Abnehmer sollen zur ersten “Welle” der Neukundenflut zählen. Da bleibt viel Platz für Wachstum in 1.000-%-Schritten.

Da bahnt sich ein veritabler Flop an: Pünktlich zum Bundesligastart schaltete die Deutsche Telekom ihr IP-TV-Angebot live. Noch voll aufgeheizt von der WM dachten sich die deutschen Fussballfans: da machen wir doch gar nicht erst mit! Und ignorierten schlicht das neue Angebot. Laut der Süddeutschen Zeitung sollen es gewaltige 43 Haushalte in ganz Deutschland sein, die das Internet-Fernsehen der Telekom per VDSL empfangen können. Das ergibt bei jeder BL-Partie netto bestimmt ein Dutzend aktiver Fans vor dem PC-Bildschirm. Laola! Hey, das reicht doch, um eine eigene Fußballmannschaft auf die Beine zu stellen: Die Telekom-IPTV-Allstars!
Das Unternehmen zahlt der Deutschen Fusball-Liga pro Saison übrigens 50 Millionen Euro für die Übertragungsrechte – pro Spieltag bzw. pro Haushault fast 1,5 Millionen Euro – exklusiver geht es doch gar nicht. Zur besseren Kundenbindung könnte doch der Moderator vor jeder Sendung die Zuschauer persönlich namentlich begrüßen. Warum hatte ich mir doch gleich nie Telekom-Aktien ins Depot gelegt? Eben, darum! (rm)