So profitieren Sie von Live-Tools
Software zu verschenken

SoftwareWorkspaceZubehör

Live-Tools aus dem Web machen Desktop-Programmen Konkurrenz. Und das Beste: Sie sind kostenlos.

Hunderrte von Livetools

So profitieren Sie von Live-Tools

Nie mehr Programm-Installation oder Software-Updates: Die neuen Live-Tools im Internet machen das Anwenderleben leichter. Denn die Applikationen laufen komplett im Browser ab und liegen nicht mehr auf dem Rechner. Wer einen Brief schreiben oder eine Tabelle erstellen will, ruft nicht mehr Word und Excel auf, sondern nutzt ein entsprechendes Tool im Web. Das Erfreulichste für den Nutzer dabei: Die Live-Tools stehen kostenlos bereit. Was den Anwender freut, beschwört im Hintergrund den Kampf zweier Giganten herauf: Google will sich als die Nummer eins im Web nicht auf den täglich über 200 Millionen Benutzeranfragen an seine Suchmaschine ausruhen und forciert sein Angebot an Live-Anwendungen.

Für Software-Marktführer Microsoft sind die neuen Live-Tools eine Konkurrenz zu den eigenen Produkten für Desktop-Computer. Noch setzen 400 Millionen Anwender weltweit zum Beispiel Microsoft Office ein ? die Live-Tools könnten dem Branchenriesen aber empfindlich schaden. Wie reagiert Microsoft auf die neue Konkurrenz aus dem Internet? Live-Tools gibt es von Google und Microsoft gleichermaßen, aber auch andere Anbieter haben Tools im Portfolio. PCpro hat sich hunderte von Live-Tools angesehen und die leistungsfähigsten Programme für Sie zusammengestellt.


Programme im Web-Browser

So profitieren Sie von Live-Tools

Um ein Live-Tool zu nutzen, müssen Sie im Browser einfach die Web-Adresse eintippen, sich per Login authentifizieren und schon läuft das Programm wie eine Webseite komplett im Browser. Die Tools fühlen sich dabei an, als wären sie lokal installiert, keine ruckelige Verbindung oder ewig ladende Bilder stören. Die Technik dahinter nennt sich Ajax. Bislang werden hauptsächlich Office-Anwendungen mit der neuen Ajax-Technik online realisiert. Angefangen mit E-Mail, Terminplaner und Chat-Applikation über Textverarbeitung, Tabellenkalkulation sowie Design-Tools bis hin zum Fotoshow-Editor reicht die Palette der im Web nutzbaren Programme. Hinzu kommt so genannte Social Software: Das sind Web-Anwendungen, die hauptsächlich der Interaktion und Kommunikation der Online-Community dienen. Bekannte Angebote sind die Enzyklopädie Wikipedia, das Tagebuch Blogger, der Linklisten-Katalog Delicious und das Foto-Album Flickr.

Google top, Microsoft Flop

Einer der Vorreiter bei Live-Tools ist Google. Der Suchmaschinenbetreiber schickt sich mit Gmail, Calendar, Notebook und Spreadsheets an, ein vollständiges Office im Internet gratis bereitzustellen. ine Online-Textverarbeitung fehlt noch in Googles Portfolio, obwohl die entsprechende Technik bereits vorhanden ist. Writely ? so der Name ? stand bis Redaktionsschluss nicht zum Test bereit. Interessierte sollten dafür einen Blick auf Ajaxwrite werfen. Aber Google ist nicht überall top: Der Tabellenkalkulation Spreadsheets hat der unabhängige Dienst iRows.
Features wie 3D-Diagramme voraus. Beliebig erweitern können User Google Maps. Der Kartendienst wird immer mehr zur Spielwiese für kreative Web-Entwickler, wie die Seite Programmable Web belegt. Sie listet über 800 so genannte Mashups ? also Kombinationen verschiedener Live-Tools zu einem neuartigen Online-Service.
Angesichts der Masse neuer Google-Services und darauf aufbauender Online-Dienste hinkt Software-Marktführer Microsoft hinterher. Seine Internet-Anwendungen befinden sich fast ausnahmslos im (öffentlichen) Beta-Test oder sind wie Office Live hierzulande noch in der Planungsphase. Bereits am Netz sind die personalisierbare Startseite Windows Live sowie zugehörige Angebote wie Windows Live Mail und Messenger.

Google Maps: Per Mausklick ermitteln User die Anfahrtsroute oder rufen via VoIP bei der Zieladresse an (Bild)


Online-Offline-Mix?

So profitieren Sie von Live-Tools

Die Vorteile der neuen Internet-Anwendungen bieten Grund zur Freude. Lokal installierte Software könnte in Zukunft überflüssig werden. Ein PC mit Minimal-Ausstattung sowie schneller Internet-Anbindung genügt, um Anwendungen im Browser laufen zu lassen und alle Daten auf der Web-Festplatte etwa von Gmail zu sichern. Beim Webmailer von Google haben User derzeit circa 2,8 GByte Speicherplatz zur Verfügung. Das sollte für den Hausgebrauch reichen.

Ein großer Hemmschuh für den privaten Nutzer wie auch den Mitarbeiter in einer Firma ist der Datenschutz bei den Live-Anwendungen. Zwar verlangen ausnahmslos alle Anbieter von Live-Tools eine Registrierung mit gültiger E-Mail-Adresse. Für die oftmals auf den Servern der Betreiber abzulegenden Daten fehlen aber ausgefeilte Schutzmechanismen. Auch sind verschlüsselte Verbindungen während der Passwortabfrage eher die Ausnahme als die Regel. Nur Google und Microsoft sind in dieser Hinsicht vorbildlich.

Der Spam-Filter von Gmail hält zuverlässig Werbemüll aus dem Online-Postfach fern (Bild)


Geschäftsmodell Live-Tools

So profitieren Sie von Live-Tools

Man muss kein Prophet sein, um die Zukunft der kostenfrei nutzbaren Live-Programme vorherzusehen. Die Anbieter werden sich viele Dienste über kurz oder lang bezahlen lassen. Alternativ werden die Angebote über Werbung finanziert, wie es zum Beispiel Google schon praktiziert. Dass der Suchgigant jetzt auch noch ein eigenes Bezahlsystem im Rücken hat, ruft allerdings Datenschützer auf den Plan. Die Beraterfirma Gartner sieht trotzdem großes Potenzial für den Einsatz von Live-Tools in Firmen.

Vorteile der Web-Services sind nach Ansicht der Gartner-Analysten besonders Features in den Produktivitätsanwendungen wie Ajaxwrite, iRows oder Gliffy, die die Zusammenarbeit mehrerer User ermöglichen. Eine Versionskontrolle erlaubt es zudem, Änderungen nachzuverfolgen. Das automatische Speichern der online abgelegten Dokumente verhindert Datenverlust beispielsweise durch Verbindungsabbrüche in WLANs. Die geringen Anforderungen der Live-Anwendungen an die notwendige Hardware sind für Gartner ein weiterer Grund, die Online-Dienste für den Einsatz in Firmen zu empfehlen. Die Konzerne sparen sich kostspielige Investitionen in neue Produkte – sei es Hard- oder Software – und können auch mit aktuellen Konfigurationen noch einige Jahre arbeiten. Der Kundenstamm von Microsoft wird darunter vermutlich leiden, während Google profitiert.

Windows Live Safety Center: Online-Scanner prüft den Computer auf Sicherheitslöcher (Bild)


Vorteile von Live-Diensten

So profitieren Sie von Live-Tools

Die neuen Live-Tools sind gratis ? aber das ist nur ein Vorteil gegenüber herkömmlichen Software-Boxen.

– Die Web-Anwendungen laufen komplett im Browser. Sie sind unabhängig von Betriebssystem und Hardware-Ausstattung des Computers.

– Live-Anwendungen sind überall und jederzeit abrufbar. Nur ein Online-Zugang ist erforderlich.

– Viele Produktivitätsanwendungen erlauben das gemeinschaftliche Arbeiten an Dokumenten. Eine Versionskontrolle verhindert dabei Datenverlust.

– Der User muss die Programme nicht installieren oder aktualisieren. Die Entwickler pflegen Updates und Funktionserweiterungen selbst zentral nach.

– Einige Live-Services sind kostenfreie Backups mit Online-Speicherplatz für Fotos oder beliebige andere Dateien.

– Blogs oder Fotogalerien machen es auch Anfängern leicht, eig
ene Inhalte online zu präsentieren.

– Community-Features der Live-Tools leisten einen Beitrag zur Sozialisierung der Internet-Nutzer.