Gewaltvideos: Die Handyfalle für Jugendliche

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INQ_Gewaltvideos.jpgVorsicht Kinder, nicht mehr anschauen: Kriminologen des Staates (Bund wie Länder) verfolgen ab sofort aktiv die Handy-Verteiler von Gewalt- und Pornovideos.

Die Polizei-Experten warnen präventiv vor den strafrechtlichen Folgen für Schüler ab 14 Jahren, sofern sie solche Filme und Bilder mit verbotenen Inhalten an Minderjährige verteilen oder ihnen auch nur zeigen würden. Horst Haug, LKA-Pressesprecher in Baden-Württemberg, bezeichnet die strafrechtlichen Folgen als notwendig. “Nach Beschlagnahmung des Handys wird ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Wir wollen, dass die Verbreitung der Videos gesetzeswidrig ist”, warnt er die Kids ganz direkt.
Aus einer Studie geht hervor, dass mehr als 90 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen über ein eigenes Mobiltelefon verfügen, wobei knapp drei von fünf Schülern ein Handy mit multimedialen Funktionen nutzen. Dadurch würden auch immer mehr Videos von realen Gewalt- und Tötungshandlungen in Umlauf und somit in den Besitz Minderjähriger gebracht werden, warnen die Landeskriminalämter. Ihr verschärftes Vorgehen gegen die teils abstoßenden Kurzfilmchen (auch Snuff-Video und Happy Slapping Clip genannt) soll Erzieher wie Eltern aufschrecken und damit brutal auf das “Gefahrenpotenzial” der Handys stoßen – dem Thema angemessen, sozusagen. (rm)