CommScope will Milliardenhochzeit platzen lassen

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Der US-Netzwerkausrüster CommScope will bei der geplanten Milliardenhochzeit zwischen seinen Konkurrenten Andrew und ADC dazwischenfunken und selber mit der Braut durchbrennen.

Was kann das Ja-Wort zwischen den Partnern noch unterbinden? Sex oder Geld! Bei Firmen bietet sich aus offensichtlichen Gründen Bares an. Umgerechnet schlappe 1,35 Milliarden Euro sollten reichen (dafür würden viele Ehepartner sehr gerne abspringen), denkt sich CommScope und wedelt mit dieser Summe vor den Andrew-Aktionären herum. Das liegt immerhin 36 Prozent über der bisherigen ADC-Offerte.
Überraschend: Vor allem die ADC-Aktionäre sind froh über den Nebenbuhler. Offenbar hatte ihnen die Ehe mit Andrew nicht behagt, denn die Hochzeitsglocken hatten den ADC-Kurs rund 20 Prozent nach unten geprügelt. Die CommScope-Offerte an Andrews wiederum ließ das ADC-Papier prompt ansteigen.
CommScope erhofft sich durch die Übernahme Zugang zu den zahlungskräftigen Kunden von Andrew. Darüber hinaus ermögliche es die Andrew-Technologie, Aluminiumleitungen anstelle der teuren Kupferleitungen zu verwenden. “Der Zusammenschluss bringt einen der weltweit führenden Anbieter von Lösungen für die letzte Meile von Kommunikationsnetzwerken hervor”, freut sich schon CommScope-Chef Frank Dendel. CommScope stellt Festnetz-Equipment für Kabel- und Telefonkonzerne her. (rm)