Technologischer Fortschritt? Der Boss ist uns auf den Fersen

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Lügen kann künftig zum teuren Vergnügen werden, denn neben dem Mitlesen ihrer Firmen-E-Mails haben Chefs bald ein weiteres nettes Hilfsmittel, um Unstimmigkeiten aufzudecken.

Wer sich künftig krank meldet, sollte sich nicht unbedingt im Shopping-Zentrum auf der anderen Stadtseite oder gar auf Mallorca herumtreiben, denn der Boss könnte es anhand Ihres Handys herausbekommen. Nicht nur über entsprechende Webservices, sondern durch ein kleines Stück Hardware, das die schottische Frima Trisent soeben herausbringt. Der Trilocator ist genauer und preiswerter als ein mobiles GPS-Systems. Mit dem Modul im Firmenhandy ist es von der Zentrale aus aufzuspüren, sofern das Gerät angeschaltet ist.
Die russische Telekomfirma VimpelCom hat das System bereits in der Praxis getestet. Dabei gab es ein paar Beschwerden den kontrollierten Mitarbeiter. Das sind nicht die einzigen kritischen Stimmen: Die Zeitung “The Sydney Morning Herald” zitiert den Freiheitsrechtler Doug Jewell mit den Worten, dass eine Firma kein Recht hätte, nonstop über den Aufenthalt seiner Angestellten Bescheid zu wissen, nur weil jene einen Arbeitsvertrag unterschrieben hätten. Hersteller Trisent verteidigt sich damit, dass die Mitarbeiter darüber informiert seien, dass ihr Handy getrackt werden könne. Das System sei so aufgebaut, dass kein Vorgesetzter es heimlich einsetzen könne. (Nick Farrell/rm)

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