Server: AMD Opteron bei IBM wieder hoch im Kurs

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INQ_IBMserver.jpgMit der Präsentation seiner AMD-basierten neuen Serversysteme sorgte IBM für Spekulationen. Sofort schlugen wilde Vermutungen ins Kraut, die langjährige IBM-Intel-Ehe sei in die Brüche gegangen.

Die zarten Bande zwischen IBM und AMD sind ja nicht neu, denn seit 2003 ist eine AMD-Opteron-basierte High-Performance-Lösung im Programm. Dennoch bot IBM deutlich mehr Server mit den schwächeren Xeon-Prozessoren an. Der Zeitpunkt für IBMs Schwenk zu AMD kommt insofern überraschend, da Intel erst im Juni einen neuen leistungsstarken Dual-Core Xeon-Server-Chip vorgestellt hat, der sowohl von seinen Leistungsmerkmalen als auch von der Energieeffizienz als ernstzunehmende Konkurrenz für Opteron gilt. Während einige Marktbeobachter noch rätseln, warum IBM gerade jetzt seine Opteron-Kooperation verstärkt, sehen andere vor allem den jüngsten Erfolg des breiten Opteron-basierten Portfolios bei Sun Microsystems und HP als Grund.
Der jüngste Schwenk auf AMD-Prozessoren gibt IBM außerdem die Möglichkeit, das Intel-dominierte Server-Portfolio entscheidend zu verbreitern. “AMD wird nicht vom Markt verschwinden – und als Full-Service-Laden muss man einfach Cola und Pepsi führen”, meint etwa IT-Analyst Gordon Haff vom Forschungsinstitut Illuminata. Unterstützung erhält diese Theorie durch den IBM-Sprecher Jeff Benck, der am Rande der Pressekonferenz zur neuen Serverlinie sagte: “HP hatte eine breiter angelegte Produktlinie, aber nach dem heutigen Tag ist dies Geschichte.”
Mit den vorgestellten BladeCenter LS41 und LS21 sowie drei neuen Serversystemen – x3755, x3655 und x3455 – will IBM die Möglichkeiten des High Performance Computing noch besser ausschöpfen, ohne dabei die Ausfallssicherheit und Stabilität zu gefährden. Besonderen Wert wird eigenen Angaben zufolge dabei auf Energieeffizienz gelegt. Studien zufolge gehen mittlerweile nämlich bereits 25 bis 40 Prozent der jährlichen Ausgaben eines Rechenzentrums auf Strom und Kühlung zurück. (rm)