Fragwürdiges Angebot: Internet-Wetten auf Fidel Castros Tod

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Amerikanische Anbieter von Internet-Wetten instrumentalisieren die gesundheitlichen Probleme des kubanischen Machthabers um daraus Profit zu schlagen. Wer möchte, kann sogar Wetten auf den Zeitpunkt von Castros Ableben abgeben.

Der amerikanische Internet -Wettanbieter BetUS.com hat prompt auf den temporären Machtwechsel in Kuba reagiert und nimmt Wetten auf den Tod des Staatschefs Fidel Castro, der am Montag am Darm operiert wurde, an.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters verteidigt Christopher Bennett von BetUS.com das unmoralische Angebot. Man wolle keinesfalls aus dem Schaden einer Person Kapital schlagen, aber Fidel Castro sei einfach eine einmalige Persönlichkeit, deren Tod große Auswirkungen auf das Welt- und Wirtschaftsgeschehen haben würde.

Bisher seien über 3.000 Wetten eingegangen, mehr als 65 Prozent aus der Region um Miami, in der besonders viele kubanische Exilanten zu Hause sind, was ein Spiegel der momentanen Brisanz der Lage ist. Sollte Castro noch in diesem Monat sterben bekommt man nach Informationen des Miami Herald derzeit für 100 Dollar 350 zurück. Ein Ableben im Dezember würde 650 Dollar einbringen.

Andere Anbieter wie BetCRIS.com thematisieren den Zustand des kubanischen Machthabers zwar auch, stellen aber keine Frage auf Leben und Tod, sondern nehmen nur Wetten darauf an, ob Castro die Macht wieder ergreifen wird. Vertreter dieser Anbieter sagten Reuters, dass sie nicht direkt in eine solche Sache verwickelt werden möchten. (ah)

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