Die Lex iTunes tritt in Kraft – was nun Apple?

Allgemein

INQ_FranceApple.jpgAb Heute gilt das neue Multimedia-Gesetz in Frankreich, die “Lex iTunes”, da Präsident Jacques Chirac das Gesetz Anfang der Woche unterzeichnete. Großbritannien, Schweden, Dänemark, Norwegen und Polen könnten dem französischen Beispiel bald folgen.

Ab sofort steht Apple in Frankreich unter echtem Druck, denn das Gesetz soll jeden Anbieter dazu zwingen, seine Musik-Player und Online-Musik-Shops gegenüber fremden Formaten zu öffnen. Bis jetzt können Songs von iTunes nur auf iPods verwendet werden und iPods können keine Downloads von anderen Online-Anbietern abspielen, was natürlich am eingebauten Digital Rights Management (DRM) liegt.
In Norwegen lief übrigens diese Woche, am 1. August, das Apple-Ultimatum ab. Apple habe tatsächlich geantwortet und sei gesprächsbereit. Eine Einigung zeichne sich aber noch nicht ab. Falls sich das nicht ändert, droht Norwegen mit einer Gerichtsvorladung.
Apple selbst hatte dieses Vorgehen der Europäer als „staatliche unterstützte Piraterie“ bezeichnet, wollte sich heute aber nicht zum Inkrafttreten des französischen Gesetzes äußern. (rm)