AMD-Dell-Connection: Da steckt mehr dahinter

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Jeder weiß, dass es zwischen Dell und AMD einen ausführlichen Vertrag gibt. Doch niemand wollte so recht mit Details herausrücken. Die Indizien verdichten sich, dass es sich um eine große Sache handelt. Es deuten sich enorme Steigerungsraten an, was beide Seiten sehr gut gebrauchen könnten.

Schon während der Computex erfuhr ein Inquirer-Kollege von einem namenlosen Insider, dass AMD angeblich einen langfristigen Plan verfolge: Erst die Server, dann die Notebooks und am Ende erst die Desktops zu erobern. Wir hatten der Sache nicht viel Bedeutung beigemessen, doch die heutige Entwicklung bestätigen die damaligen Aussagen.
Demnach müsste die Desktop-Offensive demnächst beginnen. Hinter vorgehaltener Hand wird davon gesprochen, dass AMD allein in der ersten Welle über 10 Millionen CPUs ausspucken wolle, danach soll es sich bei drei bis vier Millionen Prozessoren pro Quartal einpendeln. Andere Quellen sprechen davon, dass Dell angeblich zwischen 33 bis 50 Prozent seiner Desktop-PCs in naher Zukunft mit AMD-Prozessoren ausrüsten wolle. Das wäre in der Tat ein wirklich großer Deal.
Bei der schieren Menge an Intel-Chips und momentan auch bei der Rechenpower kann AMD natürlich immer nur zweiter Sieger bleiben. Lediglich im Preis könnten sie die Nase vorne haben, was die jüngste HP 63xx-Notebook-Serie andeutet. Hier liegt der AMD-Preisvorteil gegenüber Intel bei etwa 180 Dollar (144 Euro). Nicht gewaltig, aber bei den Einkäufern, die in 1000er Stückzahlen rechnen, können 15 Prozent Ersparnis schon Eindruck schinden.
Noch ein Indiz für die Pläne: Morton Topfer, Ex-Dell-Manager und seit anderthalb Jahren Direktor bei AMD, legte sich gerade für 1,8 Millionen Dollar AMD-Aktien ins private Depot. Er wird schon wissen, warum…
(Charlie Demerjian/rm)

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