Der AMD-Intel-Preiskrieg lässt Chipberge wachsen

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Momentan verstopfen unglaublich viele CPU-Sorten und Chipsets aus dem Hause Intel die Vertriebskanäle. Da gibt es alte Prozessoren, neue Modelle, Auslaufmodelle, Sonderangebote, Single, Dual und Quad… Hinzu kommen in abgemildeter Form ähnliche Bemühungen von AMD, bei möglichst vielen (neuen) Herstellern aufs Fertigungsband zu gelangen.

Der Preis- und Verdrängungskrieg bringt einerseits dem Kunden neue Möglichkeiten und stellenweise schön günstige Offerten, belastet aber andererseits bereits die PC-Industrie. Rosemary Farrell, Analystin bei der Marktforschungsfirma iSuppli , warnt, dass sich durch die Situation bereits wieder enorme Halbleiter-Lagerbestände aufbauen. Schon im zweiten Quartal hätten sie wieder den Wert von 1,6 Milliarden Euro erreicht: satte 77,6 Prozent mehr als noch im ersten Quartal. Der Berg wächst aktuell weiter, sollte aber nicht zu Panikreaktionen führen, beruhigte iSuppli gleich wieder. Das Phänomen in 2004, welches zu einem branchenweiten Einbruch geführt hatte, war weit verbreitet. Die jetzige Situation betreffe in erster Linie nur Intel.
Farrell: “Das sind schlechte Nachrichten für Intel, denn die ohnehin großen Lagerbestände wiegen schwer und können das Ergebnis belasten.” Die Situation werde sich wohl erst in 2007 entspannen. (rm)

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