Quark Xpress 7 Passport
Kreativfunktionen ausgebaut

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Quark Xpress 7 hat nicht nur ein optisches Facelifting erhalten, sondern wurde komplett runderneuert.Selten zuvor hat sich ein mit so vielen Neuerungen präsentiert.

Quark-Update

Quark Xpress 7 Passport

Eine Reihe der neuen Features war jedoch seit langem fällig. Dazu gehören etwa Transparenzen und Schatten ? bis dato eine Stärke von Adobe Indesign. Auch Freehand, das sich für kleinere DTP-Aufträge nutzen lässt, bietet diese Features bereits seit Version 8. Opazität (Deckkraft) lässt sich in Quark 7 auf Texte, Bilder, Schatten, Verläufe, Rahmen, Ränder, Linien und sogar auf Stilvorlagen anwenden. Auch kann jedes Objekt einer Gruppe eine andere Deckkraft aufweisen, beispielsweise erhält jedes Textzeichen einer Überschrift eine andere Transparenz. Dies funktioniert im Test einwandfrei. Selbst der Import von PSD-Dateien mit transparenten Ebenen verläuft im Test ? im Gegensatz zur Vorgängerversion ? problemlos. Dabei sind die Ebenen nach dem Einlesen wie in Indesign ein- und ausblendbar. Der User kann Ebeneneigenschaften zuweisen, Farbkanäle von PSD-Files anzeigen sowie Pfade ein- und ausschalten.

Bedienkomfort groß geschrieben
Die Einstellungen für Transparenz und Schatten finden sich in der verbesserten kontextsensitiven Maßpalette. Bedienerfreundlich: Objekte lassen sich jetzt direkt über die Maßpalette ausrichten. Ebenfalls praktisch ist die Möglichkeit, in der Palette eine neue Farbe zu erstellen und diese einem Objekt auf der Seite zuzuweisen. Die Maßpalette enthält zudem eine Opentype-Schaltfläche, mit der man komfortabel Opentype-Optionen auf markierten Text und Stilvorlagen anwenden kann ? ein Novum in Quark 7.
Sofort ins Auge springt das veränderte Erscheinungsbild der Paletten, die nun in einer Palettengruppe miteinander verbunden sind. Praktisch: Palettenanordnungen speichert der Layouter im Fenster-Menü als Palettengruppen und ruft sie später per Tastenbefehl auf.

Layouts lassen sich nicht mehr nur in einem Projektfenster ansehen. Wer will, teilt sein Projekt in mehrere Fensterflächen mit jeweils anderen Darstellungen und Größen auf. Jedes Fenster kann also eine beliebige Seite des Projekts mit einem beliebigen Layout enthalten. Wird etwa Text in einem mehrseitigen Artikel bearbeitet, zeigt ein weiteres Fenster an, wie sich eine Änderung auf Seite 1 auf den Artikel auswirkt.


Ein Projekt – viele Anwender

Quark Xpress 7 Passport

Der Produktivität dienen auch die Composition Zones, die es mehreren Anwendern ermöglichen, zeitgleich am selben Projekt zu arbeiten. So kann nun ein zweiter User nur einen bestimmten Ausschnitt einer Seite editieren, und alle Änderungen am Ausschnitt werden sofort im Layout angezeigt. Eine Composition Zone wird wahlweise über das gleichnamige Feature in der Werkzeugpalette oder über den Befehl Objekt/Composition Zone/Anlegen erstellt. Quark vergibt dann automatisch einen Namen wie »Layout 2«. In der Palette Mehrfach genutzte Inhalte wird per Klick auf den Button Neu aus der Composition Zone »Layout 2« ein freigegebener Inhalt erstellt. Ein weiterer Klick auf Ändern in Extern erzeugt ein separates Quark-Dokument, das jeder bearbeiten kann. Die hier vorgenommenen Änderungen erscheinen im PCpro-Test nach dem Speichern in der aktualisierten Composition Zone.

Zeitsparend wirken sich die neuen Ausgabeprüffunktionen aus. Mit diesen lässt sich feststellen, ob die Ausgabe eines Layout-Projekts mit dem gewünschten Ergebnis übereinstimmt. Über Ansicht/Ausgabe prüfen wählt der User ein Ausgabeprofil wie etwa Zu Vierfarbauszug konvertieren. Die Farben werden dann so angezeigt, wie sie auf einem CMYK-Auszug erscheinen würden.

Die Performance ist passabel: So dauert der Programmstart 22 Sekunden, das Öffnen einer fünfseitigen Datei mit vielen Screenshots 10 Sekunden. Auch das Importieren von Quark-6.5-Dateien klappt anstandslos.Trotz der vielen guten Neuerungen wird die Version 7 den DTP-Markt nicht revolutionieren, denn eine Reihe der neuen Features kennt man schon aus Indesign. Für Quark-User ist das Update aber Pflicht.


Testergebnis

Quark Xpress 7 Passport

Hersteller Quark

Preis: 1300 Euro, Upgrade 360 Euro

Note gut

Leistung (40%) gut
Ausstattung (30%) gut
Bedienung (30%) gut

Das ist neu

-Multiuser-Seitenmontage (Composition Zones)
-Verbesserte Paletten
-Opentype- und Unicode-Unterstützung
-Transparenzen, Schatten

Systemvoraussetzungen

Betriebssysteme Windows XP, Mac OS X
Prozessor Pentium III/700
Arbeitsspeicher 128 MByte

Fazit

Mit Version 7 ist Quark ein starkes Update gelungen. Dies betrifft sowohl die verbesserte Oberfläche als auch die Kreativfunktionen, die Gruppenarbeit und die Ausgabeoptionen.