IT-Service: Unternehmen zu pampern zahlt sich aus
Unternehmen lieben das Gefühl, umsorgt zu werden

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Eine neue Studie über die Entscheidungskriterien beim Kauf von IT-Produkten zeigt, dass gute Supportleistungen noch immer hoch im Kurs stehen.

Studie: Unternehmen kaufen anders ein

IT-Service: Unternehmen zu pampern zahlt sich aus

Für viele Unternehmen ist der Preis von IT-Hardware weniger wichtig als ihre Zuverlässigkeit und die zugehörigen Supportleistungen. Das ergab eine Studie der Gabriel Consulting Group (GCG) in den USA.

GCG hat sich die Auswahl der Firmen im Bereich der x86-basierten Server angeschaut. Angesichts der wachsenden Fähigkeiten solcher Systeme, unternehmenskritische Aufgaben zu bewältigen, so ist dies ein Faktor von immer größerer Bedeutung.

Allgemein galt die Annahme, dass die Wahl des Anbieters zum großen Teil vom Preis und der Verfügbarkeit abhängen würde – schließlich sind die Server im Großen und Ganzen ja ziemlich gleich, oder? Vom Gesichtspunkt der Technologie aus mag dies wohl zutreffen, aber es stellte sich heraus, dass der am meisten favorisierte Anbieter trotz Preisunterschiede IBM war, dicht gefolgt von HP. Dell, der König unter den Preisbrechern und Favorit bei der Verfügbarkeit zumindest was die Marktwahrnehmung angeht, wurde auf den vierten Platz verwiesen. Den dritten Rang nahm Sun ein, die gerade erst angefangen haben, sich auf dem Markt der x86-er zu versuchen – bisher aber mit wenig finanzieller Fortune.


Die richtige Wahrnehmung ist auschlaggebend

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Die Punkt Wahrnehmung ist interessant, denn die Studie fand heraus, dass bezüglich der Verkaufszahlen Dell als absoluter Gewinner betrachtet wurde. Die Befragten denken demnach, dass Dell extrem erfolgreich ist – obwohl sie selbst von anderen Anbietern kaufen.

Das wirft doch die Frage auf: ?Warum?? Die passende Antwort findet sich in den Ergebnissen auf die Fragen bezüglich der Betriebstauglichkeit und Zuverlässigkeit, wo HP IBM schlug und hinsichtlich zugehöriger Dienstleistungen, wobei IBM die Nase vorn hatte. Und was das gesamte Preis-Leistungsverhältnis anbelangte, waren es wieder IBM und HP, die das Rennen machten. In den meisten Kategorien nahm Dell tatsächlich den letzten Platz unter den vieren ein.

Wenn auch Hardware auf x86-Basis generell als gut zu verstehende und leicht handhabbare Massenware betrachtet wird, so sind der zugehörige Service und Support dennoch sehr wichtig für die Kunden.


Komplettsysteme mit Support -besser als nur Rechner

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Dafür gibt es wahrscheinlich mehrere Gründe – nicht zuletzt den, dass die Hardwaretechnologie raschen Veränderungen unterworfen ist. Wenn verschiedenartige praktische Einsatzmöglichkeiten von mehrkernigen Prozessoren von zwei unterschiedlichen Anbietern in die Praxis umgesetzt werden, muss urplötzlich eine technische Auswahl getroffen werden, ohne den Preis ins Kalkül zu ziehen.

Auch die Fortschritte bei den Betriebssystemen, der Umgebung für die Anwendungsentwicklung und den Anwendungen selbst implizieren, dass Anbieter, die den Unternehmen helfen, diese Veränderungen zu bewältigen und sich an sie anzupassen, tendenziell als beliebter eingestuft werden.

Das gilt insbesondere, wo sich Firmen Webdienste und maßgeschneiderte Applikationen zunutze machen. Einen Server für den Betrieb von Webdiensten einzurichten mag relativ überschaubar sein, aber ein unternehmenskritisches Netzwerk von Webdiensten mit Kundenkontakt, das wiederum direkt mit den Back-End-Kerndatenbanken und den Systemen für die Finanzverwaltung interagiert, ist dann schon eine wesentlich größere Herausforderung.

Das ist für IBM, HP und Sun vertrautes Terrain – aber nicht gerade Dells natürliche Umgebung.