Studie warnt: VoIP-Sprachqualität sinkt in den Keller

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News_VoipQualität.jpgIm Internet versteht man manchmal sein eigenes Wort nicht mehr bzw. bleibt unser Gesprächspartner unverständlich. Das liegt nicht an der Sprache, sondern immer mehr an der Bandbreite, die flöten geht. Laut einer aktuellen Untersuchung nimmt die Qualität bei Telefonaten via Internet seit 18 Monaten kontinuierlich ab. Schuld seien die wachsenden Nutzerzahlen. Jedes fünfte Gespräch verliere sich schon in Störgeräuschen.

Die Sprachqualität von VoIP-Diensten verschlechtere sich spürbar, warnt das Monitoring-Unternehmen Brix Networks. Für eine frische Web-Analyse hat es über eine Million VoIP-Verbindungen ausgewertet. Rund 20 Prozent der Internet-Telefonverbindungen wiesen dabei eine inakzeptable Qualität auf. Noch vor gut einem Jahr lag dieser Wert bei rund 15 Prozent, ein Jahr davor um die 10 Prozent.

“Der globale VoIP-Markt ist auf fast 20 Millionen Anwender angewachsen. Unsere Resultate zeigen, dass proportional dazu die Sprachqualität zurückgeht”, schlägt Kaynam Hedayat Alarm. Der CTO von Brix glaubt nicht, dass sich das System so ad absurdum führen würde. Vielmehr vermutet der Fachmann, dass die bestehenden VoIP-Ressourcen immer häufiger von anderen Diensten wie Video- und Musikstreams in Beschlag genommen und damit zweckentfremdet werden. “Das Netz ist für VoIP bereit. Doch es gibt zu viele Dienste, die über dieselben Kanäle abgewickelt werden. Provider sollten sich Gedanken machen, wie sie Pakete bündeln und die Zuteilung von Ressourcen besser verwalten”, verschiebt Hedayat ganz klar den Schwarzen Peter.
Erst Anfang 2006 war eine umfangreiche Studie von Keynote zu einem ähnlichen Schluss gekommen. Wer seine VoIP-Verbindung selbst testen möchte, klickt auf diese Webseite. (rm)

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