So duplizieren Sie Musik, Videos und Spiele
Tipps und Tricks fürs legale Kopieren

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Das Kopieren geschützter Audio-CDs und Video-DVDs ist nicht gänzlich unerlaubt. Sie dürfen mehr, als die Unterhaltungsindustrie Ihnen weismacht.

Ganz legal: Die Privatkopie

So duplizieren Sie Musik, Videos und Spiele

Wenn ein Musikstück oder eine Video-DVD kopiergeschützt ist, darf man kein Duplikat davon anfertigen. So oder so ähnlich lautet die landläufige Meinung zu urheberrechtlich geschützten Werken.

Aber das ist falsch! Laut Gesetzgeber hat jeder Anwender nach wie vor das Recht, digitale Kopien für den Privatgebrauch anzufertigen. Einzige Einschränkung: Einen eventuell vorhandenen Kopierschutz darf man dabei nicht umgehen.


Sicherheitskopie für private Zwecke

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Der Gesetzgeber erlaubt zwar digitale Kopien, andererseits setzen Hersteller durch massive Kopierschutztechniken alles daran, genau das zu verhindern. Und die gängeln ehrliche Käufer dabei nicht selten mit rabiaten Methoden.

Aktuelles Beispiel sind Audio-CDs von Sony, die unbemerkt vom Anwender ein Rootkit auf der Festplatte installieren. Auch wenn Sony den Kopierschutz nach Protesten zurückgezogen hat, muss man solches Gebaren nicht hinnehmen. Daher stellen wir Ihnen im folgenden mehrere Methoden vor, wie Sie zu einer legalen Kopie Ihrer Musikstücke und Videodateien kommen.


Analoges Aufnehmen nicht verboten

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Das Urheberrecht verbietet nicht, von einer digitalen Audiodatei eine analoge Kopie anzufertigen. Dazu reicht es, eine kopiergeschützte Audio-CD im Stand-alone-Player abzuspielen und das Tonsignal über den Analogausgang des Players an den Line-in-Anschluss der PC-Soundkarte zu leiten.

Mit einem Tool wie etwa Tunebite lässt sich der Audiostream in ausreichender Qualität aufzeichnen. Das ist jedoch zeitaufwändig, da es nur in Echtzeit geht. Der Umweg über den analogen Ausgang ist gesetzeskonform, aber durch die Analog-Digital-Umwandlung muss man auch einen kleinen, mitunter aber hörbaren Qualitätsverlust in Kauf nehmen.


Abspielen und aufnehmen

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Anstelle des analogen Umwegs kann man auch einen direkteren, aber ebenso legalen Weg gehen. Dabei wird das Musikstück nicht analog, sondern gleich beim Abspielen am PC aufgezeichnet. Das klappt, sofern das CD- oder DVD-Laufwerk den Silberling unterstützt und ist besser, da es keinen Qualitätsverlust gibt.

Gleichzeitiges Abspielen und Aufnehmen ist mit Tools wie No23 Recorder möglich. Die Programme speichern ein am PC abgespieltes Musikstück als MP3-File ab, unterstützen aber auch OGG, WAV und WMA.


Musik aus dem Webradio

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Das Abgreifen von Live-Streams direkt am PC klappt nicht nur mit Audio-CDs, sondern auch bei Webradiostationen. Erlaubt ist es ohnehin, es sei denn, man bietet die Musikstücke anschließend in Tauschbörsen oder auf Webseiten zum Download an.

Tools wie der Phonostar Player arbeiten ähnlich wie No23 Recorder und Tunebite, besitzen aber zusätzlich einen Timer und eignen sich damit sehr gut, um zeitgesteuert und vollautomatisch Internet-Radiosendungen aufzunehmen.


PC-Laufwerke, die alles kopieren

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Wer Probleme hat, kopiergeschützte Audio-CDs auf dem PC abzuspielen, sollte sich auf einschlägigen Seiten wie http://rpc1.org über die Abspielfähigkeiten von CD- und DVD-Laufwerken informieren. Mitunter lohnt sich das: Einige Laufwerke ignorieren alle auf Musik-CDs eingesetzten Abspielsperren und geben deren Musik problemlos am PC wieder.

Kein Problem mit der Kopie gibt es bei nicht kopiergeschützen Audio-CDs. Diese lassen sich im Rechner ohne viel Federlesens und in hohem Tempo kopieren. Ripping-Software wie CDex oder Exact Audio Copy extrahieren die Songs von CD und wandeln sie auch gleich in MP3-Files um.


Musik aus dem Webshop ohne DRM

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Audiofiles, die man sich von Online-Musikportalen wie iTunes herunterlädt, sind durch DRM (Digital Rights Management) geschützt. Der Anbieter kauft sich lediglich das Recht, die Datei anzuhören. Wo und wie das geschieht, entscheidet der Musikshop-Betreiber: Er kann beispielsweise festlegen, wie oft man sich die Audiodatei anhören kann und wie oft sie sich kopieren lässt.

Bei Apples Musikshop iTunes gibt man sich fair: Beim Brennen der Musikstücke auf eine Audio-CD wird der DRM-Schutz, passend FairPlay genannt, automatisch entfernt. Es hindert Sie also niemand daran, die CD anschließend mit einem Rip-Programm wieder in WAV- oder MP3-Files umzuwandeln – legal, da kein Kopierschutz umgangen wird. Bei anderen Musikshop-Anbietern gibt es soviel Kulanz nicht. Hier muss man Tools wie den No23-Recorder verwenden, um durch gleichzeitiges Abspielen und Aufnehmen eine DRM-freie Kopie zu erhalten.

Wichtig ist im Zusammenhang mit DRM-geschütztem Material, regelmäßig seine Lizenzen zu sichern. Stürzt beispielsweise das System ab und ein Backup muss aufgespielt werden, sind auch die Lizenzen weg. Im Windows Media Player sichert man die DRM-Berechtigungen über Extras, Lizenzverwaltung.


Legale Downloads über das Usenet

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Das schnelle Usenet, auch als Newsgroups bekannt, eignet sich als legale Alternative zu Peer-To-Peer-Tauschbörsen, in denen der Großteil an digitaler Ware schlichtweg raubkopiert ist. Wer probeweise in das Usenet reinschnuppern möchte, kann das bei dem US-Anbieter Giganews tun. Dieser bietet einen kostenlosen Zugang an, der auf drei Tage und ein Gigabyte Download beschränkt ist. Der Kunde muss allerdings seine Kreditkartendaten hinterlegen. PCpro hat diesen Schnupperaccount getestet und keinerlei rechtliche Probleme festgestellt. Vorsicht ist aber bei manch anderen Providern geboten.

Die folgenden Tipps helfen, schwarze Usenet-Schafe, die illegale Downloads hosten, von seriösen Anbietern zu unterscheiden: Der Provider sollte sein Angebot nicht mit dem Download von Filmen, Musik-CD oder Bilderkollektionen bewerben. Zudem sollte der Transfer nicht über das http-Protokoll laufen, sondern nur über einen Newsreader. Ein zuverlässiger und seriöser deutscher Provider ist zum Beispiel Premium News.


Das ist erlaubt

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– Musik von Internetradios zum privaten Gebrauch mitschneiden.

– Die Internetradio-Sendung oder DRM-geschützte Musikfiles durch eine Recording-Software digital aufzeichnen.

– CDs/DVDs oder sonstige Audio-/Video-Datenträger analog kopieren und die analogen Kopien wieder digitalisieren.

– Kopiergeschützte Spiele mit Clone-Tools Bit für Bit auslesen, als Image-Datei abspeichern und als virtuelles Laufwerk in das Betriebssystem einbinden.


Das ist verboten

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– Den Kopierschutz von Audio- und Video-Files sowie Spielen knacken.

– Eine Privatkopie einer Audio-CD, Video-DVD im großen Stil verbreiten oder gar verkaufen.

– Audio- und Video-Dateien über dubiose P2P-Netzwerke zum Download anbieten oder herunterladen.

– Dateien über das Internet ohne Einwilligung der Rechteinhaber oder gar ohne Zahlungen an die Verwertungsgesellschaften verbreiten.