IT-Neuerungen von “unten”
Der User weiß, was das Nächste Große Ding wird

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Heutzutage ist es wahrscheinlicher, dass bei technologischen Innovationen IT-erfahrene Kunden den Ton angeben und nicht die Spezialisten – und Untenehmer sollten bei Technik-Neuerungen nicht mehr nur die IT-Abteilung anhören.

Zu viele “nächste große Dinger”

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Können Sie sich noch an “Das Nächste Große Ding” erinnern? Vor etwa fünf Jahren gab es das massenhaft. Ganze Wirtschaftszweige schienen nur davon zu leben das mythische Nächste Große Ding vorherzusehen, zu promoten oder anzubieten.

Analysten-Firmen verdienten Millionen mit ihren Vorhersagen; Hersteller gaben Millionen aus, um IT-Manager davon zu überzeugen, dass ihr Produkt das einzig Wahre war; zu viele Unternehmen verschwendeten Millionen beim Kauf von Technologien, die dann doch nicht das Gelbe vom Ei waren.

Erinnern Sie sich an die Drei-Buchstaben-Akronyme der “nächsten großen Dinger”? MRP, ERP, CRM und so weiter und so fort. Jedes Nächste Große Ding (oder sollte man besser NGD sagen?) musste sich für ein DBA (Drei-Buchstaben-Akronym) qualifizieren.


Innovation von den IT Propellerheads? Aus und vorbei!

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Es ist allerdings schon ein Weilchen her, dass die IT-Industrie mit einer Technologie dahergekommen ist, die wirklich in die Kategorie der “großen Dinger” fällt. Zurzeit gibt es so viele große Dinger, dass niemand noch eins will.

Voice-over-IP, Wireless, Breitband, Grids und was sonst noch alles hat sich gut bewährt – das sind ausgereifte Technologien, die erst noch voll ausgeschöpft werden müssen, die aber ein enormes Potential bieten.

Die meisten IT-Entscheider sind heute ganz zufrieden damit auszuarbeiten, wie man von den Vorteilen solcher Produkte profitiert, und die Anbieter sind glücklich, wenn sie dabei helfen können.

Die Zeiten, als man immer die neuesten besten Produkte oder Produktversionen kaufte, einfach weil es sie gab, sind vorbei.

Aber nur weil sich die IT-Industrie nicht mehr um das Nächste Große Ding streitet, bedeutet es nicht, dass es das nicht mehr gibt. Eine wesentliche Veränderung ist eingetreten, und viele neue Innovationen kommen jetzt ganz von den Nutzern, nicht von den Anbietern.


Technologiebegeisterte User bauen an de Zukunft

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Was sind derzeit die angesagten Technologien? Die kundengenerierten Tools wie social media: Blogs, Wikis, MySpace, YouTube, Bebo etc. Da läuft neuerdings auch das Risikokapital hin.

Ein frischer Schwung Ideen kommt von technologiebegeisterten Usern, die wissen, wie IT ihr Leben verschönern kann. Und dieser Trend wird sehr bald von IT-erfahrenen Anwendern in Unternehmen wiederholt werden, die mit den neuen Einfällen beim Chef ankommen.

IT-Verantwortliche, die nach vorne denken, haben sich darauf bereits eingestellt. Die Investment-Bank Dresdner Leinwort Wasserstein verwendet beispielsweise Blogs und Wikis als Tools in der Business-Kommunikation.


Ideen der Nutzer führen zu Produktivitätssteigerungen

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Die Bank nimmt an, dass sie das größte interne Firmen-Wiki der Welt hat – mehr als 3000 Seiten, die von 30 Prozent der Mitarbeiter weltweit genutzt werden. Wenn ein Wiki eingerichtet wird, geht der Bank zufolge das projektbezogene E-Mail-Volumen um bis zu 75 Prozent zurück.

Das ist eine deutliche Verbesserung der Produktivität.

Das Nächste Große Ding in Ihrem Unternehmen kann bereits ins Rollen gekommen sein – aber in Bewegung gebracht hat es vielleicht gar nicht das IT-Team.