Spam kommt zumeist aus den USA und China

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Der größte Teil des weltweit versandten Werbemülls kommt weiterhin aus den USA und Südost-Asien, insbesondere China.

Ging der Anteil der Spam-Mails aus den USA seit 2004, als der CAN-Spam-Act verabschiedetet wurde, kontinuierlich zurück, so verzeichneten die Sicherheitsexperten von Sophos im zweiten Quartal 2006 erstmals wieder einen Anstieg. So bleiben denn die Vereinigten Staaten mit 23,2 Prozent Spitzenreiter in der Liste der Spam-freudigsten Länder, gefolgt von China mit 20 Prozent. Deutschland landet in der Rangliste mit 2,5 Prozent auf dem neunten Rang.

Auch wenn Russland in den Top-12 nicht auftaucht, so geht man bei Sophos doch davon aus, dass von dort große Netzwerke mit Zombie-PCs kontrolliert werden. Einer Preisliste, die die Sicherheitsexperten entdeckt haben, ist zu entnehmen, dass man beispielsweise für 500 Dollar an elf Millionen Russen Spam verschicken könnte oder für 50 Dollar an eine Million Adressen in einem beliebigen Land.

Bereits 15 Prozent der Spam-Mails sind laut Sophos nur dazu gedacht, um die Börsenwerte von Unternehmen durch das Streuen von Informationen zu beeinflussen. Im Januar 2005 lag der Anteil solcher Mails nur bei 0,8 Prozent.

Als weiteren Trend hat man zudem den Einsatz von Bildern ausgemacht, mit denen die Versender versuchen, ihre Nachrichten an Spam-Filtern vorbeizuschleusen. Ähnliches hatte vor kurzem bereits Ironport vermeldet. (dd)

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