Gegenwind für die Vodafone-Chefetage

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Es braut sich Ungemach zusammen beim britischen Mobilfunkanbieter. Für die Hauptversammlung am Dienstag könnte der Firmenleitung eine kleine Rebellion ins Haus stehen.

Die Zukunft des Vodafone-CEO Arun Sarin scheint alles andere als gesichert zu sein. So gibt es eine offene Opposition aus Börsenanalysten und Fondmanagern, angeführt von Morley Fund Management, die ankündigten, am Dienstag gegen die Wiederwahl von Sarin stimmen zu wollen. Hermes und Standard Life dürften sich dieser Front anschließen.

Firmenkenner rechnen zwar nicht mit einem erfolgreichen Putsch, aber allein der Versuch setze schon Zeichen, denn die Unzufriedenheit der Aktionäre mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns wachse. Vergangenes Jahr wurde schließlich ein Rekordverlust von annähernd 30 Milliarden Euro verbucht.

15 Prozent der Aktionäre machen auch schon im Vorfeld Front gegen einen Bonusplan für die Top-Manager, der die Zielvereinbarungen spürbar herabsetzt, damit die Führungskräfte noch ihre Extra-Zuwendungen einsacken können. Anteilseigner werfen dem Vodafone-Management bereits öffentlich Taktlosigkeit vor angesichts der schlechten Zahlen und des abgestürzten Aktienkurses. (rm)

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