SCO-Anklage: IBM vernichtete die Beweismittel

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INQ_IBM_SCO.pnp.png Hallo und willkommen zur zwölften Runde im Schwergewichtskampf SCO gegen den Rest der Welt, angeführt von IBM. Der Gewinner des ewigen Kampfes kann sagen, dass ihm die Welt, speziell die Linux-Welt gehört, quasi als geistiges Eigentum. Doch widmen wir uns jetzt dem geistlosen Schlagabtausch.

Mit einem unerwarteten Haken haben die SCO-Anwälte jetzt zu einem Tiefschlag gegen IBM angesetzt: Die Linux-Firma hätte deshalb keinen stichhaltigen Beweis dem Gericht vorlegen können, weil die bösen Jungs von IBM schlicht alle Beweise vernichtet hätten. Im Streit um angeblich geklauten Code im Linux-Kernel bezieht sich das Unix-Unternehmen auf die Aussagen eines IBM-Entwicklers, der im Ermittlungsverfahren zu Protokoll gegeben hat, dass die Dynix- und AIX-ProgrammiererInnen zum Löschen einiger Versionen der Software aufgefordert worden wären. Dies sei unmittelbar nach Bekanntwerden der Anklage erfolgt.
Kaum überraschend: IBM schweigt bislang zu den Vorwürfen – ob aus schlechtem Gewissen oder, um abzuwarten, ob die Anschuldigung überhaupt Gewicht entwickeln kann, ist reine Spekulation. Gelingt es SCO nun, genügend relevante Indizien für die Löschung vorzulegen, könnte dies dem Verfahren rund um den Code-Diebstahl im Linux-Kernel neuen Schwung verleihen. Ja, die komplette Voruntersuchung könnte neu aufgerollt werden. Das wäre also ein komplett frischer Revanche-Kampf. Gentlemen, cover your fists. (rm)