Gizmo plant kostenlose Gespräche ins Festnetz

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Skype-Konkurrent Gizmo hat sich viel vorgenommen. So plant der Internettelefonie-Anbieter kostenlose Gespräche vom PC ins Festnetz und teilweise sogar ins Mobilfunknetz. Dieses Angebot gilt nicht etwa nur für Stuttgart-Stammheim, Castrop-Rauxel oder Tuntenhausen, sondern soll gleich mal in etwa 60 Ländern gestartet werden.

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Der wenig bescheidene Plan umfasst beinahe ganz Europa, wesentliche Teile der Amerikas sowie einige asiatische Länder. Kostenlose Gespräche in Mobilfunknetze erlaubt Gizmo in Ländern wie Kanada, China, Zypern, Hongkong, USA, Thailand und Russland. Wie macht das die Firma SIPphone, die hinter dem Software “Gizmo Project” steht? Na, sicherlich nicht aus reiner Menschenfreude. Letztlich dürfte es eine zeitlich begrenzte Werbe-Aktion sein, um mehr Kunden für Gizmo zu begeistern. Außerdem müssen die Nutzer einige Bedingungen erfüllen, bevor sie umsonst nationale und internationale Festnetz-Telefonate führen dürfen. Gizmo verlangt, dass die Software regelmäßig genutzt wird und dass man einige Freunde auf das Angebot aufmerksam macht. Dass muss man sowieso tun, denn für die Gratis-Telefonate müssen beide Teilnehmer beim Gizmo Project registriert sein und es auch nutzen. SIPphone behält sich im Kleingedruckten das Recht vor, die Dauer der Anrufe zu begrenzen. Eine Unsitte, die leider im VoIP-Markt nicht selten ist. In der Praxis dürfte das wohl kaum einmal vorkommen, dass der Provider den Stecker zieht.

Die VoIP-Software von Gizmo gibt es kostenlos (Bild). Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch hinter Firewalls und NAT-Routern problemlos funktioniert. Verwendet wird dabei das SIP-Protokoll, welches sich derzeit in der Internettelefonie durchzusetzen scheint. Damit baut Gizmo im Gegensatz zum Konkurrenten Skype auf einen freien Standard. (rm)

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